Der Bildungsforscher Jürgen Baumert hat den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis erhalten. Die Auszeichnung ist mit 50 000 Euro dotiert und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergeben. Der 70-Jährige wird für seine zahlreichen Verdienste um die Bildungspolitik in Deutschland geehrt.
Baumert, der auch als „Nestor der Bildungsforschung” bezeichnet wird, wurde vor allem dadurch bekannt, dass er im Jahr 2000 Leiter der ersten PISA-Studie war, die eklatante Schwächen deutscher Schüler aufdeckte. Zuvor hatte er als Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung als einer der ersten Wissenschaftler umfangreiche Untersuchungen an Schulen durchgeführt. Baumert ist außerdem Autor mehrerer Studien, die den Übergang von der Grundschule zu weiterführenden Schulen zum Thema haben. Insgesamt hat er mit seinem Institut allein im vergangenen Jahrzehnt mehr als 300 Publikationen verfasst.





