So stellen sich die Forscher um den Mediziner Karl Marx von der Technischen Universität Berlin das Chipsystem vor, das einen kompletten Menschen simulieren kann: In der mittleren Schicht sind elf Mini-Organe durch ein Gefäßsystem miteinander verbunden. Darüber liegt eine Schicht mit Hohlräumen für Nahrung, Kot und Urin. Die Exkremente werden alle zwei Wochen aus dem System entfernt. Diese Schicht versorgt den Dünndarm außerdem mit Gallenflüssigkeit. Unterhalb der Organschicht liegt eine Sensorschicht aus Glas. Sie ist für die Innervation der Organgewebe zuständig und misst Sauerstoff, pH-Wert und Temperatur. In einer Halterung über dem Chipsystem simulieren Bauteile mithilfe von Luftdruck unter anderem den Herzschlag, die Darmbewegungen und den Luftstrom in der Lunge.




