„Wer als Hominidenforscher in seinen Grabungsgebieten akzeptiert sein will, muss die dortige Öffentlichkeit über Sinn und Zweck informieren”, davon ist Friedemann Schrenk überzeugt. Aus diesem Grund engagiert er sich kulturell in Malawi. Unter anderem gab er den Anstoß für ein Kultur- und Forschungszentrum in der rund 35 000 Einwohner zählenden Stadt Karonga. „Auf einem afrikanischen Markt kann ich überall Coca Cola kaufen, kriege überall Plastikgeschirr. Doch das Wissen über die eigene Identität, das über Generationen hinweg weitergegeben wurde, ist weg.” Mit dem Projekt „Regionales Lernen” will Schrenk zu einem Bewusstseinswandel vor allem bei Schülern beitragen. Geldgeber sind öffentliche und private Sponsoren. Ein besonderer Clou dabei ist der „Hominidenkoffer”. Er enthält den Abguss eines Homo-erectus-Schädels (Fundland Kenia) und eines Unterkiefers von Homo rudolfensis (Malawi). Beigepackt sind umfangreiche Unterrichtsmaterialien über die Evolution des Menschen. Wer 500 Euro spendet, erhält drei von diesen Koffern: Einen zur eigenen Erbauung – die beiden anderen werden Schulen in Malawi zugestellt. Weitere Informationen im Internet unter: www.hominidsforschools.de




