Der griechische Philosoph Platon hielt das, was wir als Realität betrachten, für ein Schattenreich – und er wollte seine Schüler ins reine Licht der Ideen führen, die er für die wahre Wirklichkeit hielt. In der modernen Physik und Kosmologie ist es gewissermaßen umgekehrt: Alles, was wir im Licht der Welt erblicken, ist in der Minderzahl. Über 80 Prozent der Gesamtmasse im All sollen aus einer gespenstischen Dunklen Materie bestehen, die mit ihrer Schwerkraft die Galaxien regiert und die kosmischen Strukturen sogar erst geschaffen hat. Aber sie ist unsichtbar, weil ihre Bausteine die elektromagnetische Kraft nicht spüren. Mit raffinierten Methoden sind Wissenschaftler jetzt den unbekannten Elementarteilchen auf der Spur. Doch im Gegensatz zu Platons Höhlengleichnis wartet die Erkenntnis nicht nach dem Aufstieg aus der Höhle im grellen Sonnenlicht, sondern die Forscher ziehen sich in Laboratorien tief unter der Erde zurück, wo sie nach Signalen aus dem Kosmos suchen. Sie sind der Schlüssel zu einer Schattenwelt, die weit mehr ist als eine bloße Idee.
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Das Weltreich der Finsternis
Warum die dunkle Seite des Universums die Hauptsache der Welt ist, und wie sie sich bemerkbar macht.
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Physiker fangen Geisterteilchen
Wie unsichtbare Partikel den Forschern ins Netz gehen, und warum man sie auch im Labor erschaffen will.





