Volker Steger, von dem fast alle Fotos in „Forscher live” stammen, ist ein Beweis dafür, dass man etwas werden kann, auch wenn es mit dem naturwissenschaftlichen Studium nicht so recht geklappt hat. Nach einigen Semestern Biologie kippte er diese Ausbildung, begann bei bild der wissenschaft als zweiter Fotoredakteur und engagierte sich immer dann ganz besonders, wenn es galt, eine eigene Fotoproduktion auf die Beine zu stellen. Irgendwann beschloss der Geschäftsführer, diese Stelle zu streichen – und Volker Steger war gar nicht traurig drüber. Er blieb bild der wissenschaft auch weiterhin verbunden: als freier Fotograf realisierte er für dieses Magazin hervorragende Fotoreportagen – über die biologische Schädlingsbekämpfung, über Waffentests, über die Flohdressur, über Blut …
Volker Steger lebt heute in München. Er wurde für seine Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet und erhielt – als erster Fotograf der Welt – ein wissenschaftsjournalistisches Stipendium am MIT in Cambridge, Massachusetts. In jüngster Zeit realisierte der 33-Jährige neben seiner Tätigkeit für bild der wissenschaft Fotoproduktionen für die Siemens AG und die Fraunhofer Gesellschaft.
Sein kurzer – dennoch intensiver – Besuch an einer deutschen Hochschule verschafft ihm heute entscheidende Vorteile: Durch sein analytisches Denken – gepaart mit biologischem Grundwissen – gelingt es ihm immer wieder, überraschende wissenschaftsjournalistische Fotoberichte zu produzieren, die so noch nirgends zu sehen waren.
Anke Biester





