der ehemalige moderator des Musiksenders MTV und erfolgreiche Internet-Unternehmer Adam Curry hatte im Jahr 2000 die Idee, eine regelmäßige Audiokolumne zu veröffentlichen. Analog zu den – ausschließlich textbasierten – Weblogs sollten die Nutzer neue Einträge abonnieren können. Allerdings kam Curry erst 2004 dazu, seine Audiokolumne zu realisieren. RSS konnte inzwischen multimediale Inhalte erkennen. Was fehlte, war ein Programm, das – vergleichbar einem RSS-Reader – Audiodateien automatisch herunterladen konnte. Flugs brachte sich Curry die Skriptsprache AppleScript bei und programmierte den „iPodder”. So ganz entsprach dieses Werkzeug aber noch nicht seinen Vorstellungen. Also veröffentlichte er es im Internet – damit die programmierende Webgemeinde es verbessere. Podcatcher werden diese Gegenstücke zu RSS-Readern genannt.
Dann konnte es losgehen mit der Kolumne, die Curry „Daily Source Code” taufte. Die erste Ausgabe veröffentlichte er am 13. August 2004. Danach fehlte nur noch ein Name für das neue Hörfutter: „Podcasting” – für die Namensschöpfung soll ein Journalist der britischen Tageszeitung „The Guardian” verantwortlich gewesen sein.
Inzwischen ist „iTunes” von Apple zum beliebtesten Podcatcher avanciert. Ursprünglich als Online-Musikshop gedacht, hat Apple sein Programm 2005 durch eine Podcast-Abo-Funktion erweitert. Sind die damit heruntergeladenen neuen Episoden auf der Festplatte, können sie mit iTunes abgespielt werden. Wer einen „ iPod” – den MP3-Player von Apple – besitzt, kann die Audio-Episoden durch die Software auch gleich vom Rechner auf das Abspielgerät übertragen lassen.




