Diese alte Binsenweisheit trifft auch auf vernünftiges und rücksichtsvolles Autofahren zu. Amerikanische Forscher haben jetzt nämlich herausgefunden: Kinder von Eltern, die sich am Steuer rüpelhaft verhalten, rasen und häufig Unfälle verursachen, entwickeln sich oft auch zu Verkehrsrowdies. Susan Ferguson vom Insurance Institute for Highway Safety und ihre Kollegen untersuchten die Unfallzahlen von 140 000 Familien mit Kindern zwischen 18 und 21 Jahren. Ergebnis: Wenn Eltern in den vergangenen fünf Jahren in mindestens drei Unfälle verwickelt waren, hatten deren Sprößlinge im Schnitt 22 Prozent mehr Crashs als der Nachwuchs unfallfreier Autofahrer. Das gleiche Bild zeigte sich beim Befolgen von Verkehrsregeln wie das über-die-Straße-gehen bei Ampeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Kinder von Eltern, die diese Regeln häufig verletzten, taten das Gleiche sogar um 38 Prozent häufiger als Kinder von Fahrern, die sich gesetzeskonform verhielten. Dabei traten Jungen doppelt so oft als Verkehrssünder auf wie Mädchen. Fergusons Appell: „Eltern sollten sich ihrer Rolle als Vorbild bewußt sein – auch im Straßenverkehr.”





