„Mich fasziniert es, in Gebiete aufzubrechen, die bisher keiner entdeckt hat”, erklärt Klaus Pfeffer (43), Professor für Infektionsimmunologie und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Düsseldorf. Der Mediziner identifizierte die Botenstoffe, die Alarm schlagen, wenn Tuberkulose-Bakterien in den Körper eindringen. Und er fand heraus, wie diese Botenstoffe Abwehrzellen aktivieren, die den Bakterien den Garaus machen. Seine Forschungen wurden mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet.
Was hat der Preis bei Ihnen verändert?
Die Preisverleihung war ein super Moment – reine Freude! Als ich den Anruf von der DFG erhielt, wusste ich erst nicht, worum es ging. Ich dachte zunächst, ich hätte ein Gutachten nicht früh genug abgegeben.
Was sind Ihre Zukunftswünsche?
Ich würde gerne wissen, wie die Gene funktionieren. Und irgendwann möchte ich sie zum Schutz vor Krankheiten einsetzen, aber das ist nicht in zehn Jahren zu schaffen. Ich bin froh, wenn ich das bis zu meiner Rente hinbekomme.
Sind Familie und Karriere für Sie vereinbar?
Meine Frau ist auch Professorin, für unseren kleinen Sohn haben wir ein Kinderbetreuungssystem aufgebaut. Das ist natürlich ein Spagat, da man Kinderbetreuung für Kinder ab sechs Monaten in Deutschland nur durch private Initiative erreichen kann.
Was war Ihr Berufswunsch als Kind?
Zwischen der vierten und sechsten Klasse bin ich eher zähneknirschend zur Schule gegangen, aber dann kamen die naturwissenschaftlichen Fächer dazu, und da hat es mir wieder Spaß gemacht. Dennoch wollte ich eher die kaufmännische Richtung einschlagen. In der Oberstufe fand ich die Medizin dann aber doch faszinierender.
Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Nicht aufgeben!




