Frauen, die ihr Leben lang zu dick sind, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Das belegt die Auswertung einer schwedischen Studie von Forschern des Sahlgrenska Universitätsklinikums in Göteborg. Die Mediziner um Deborah Gustafson hatten 24 Jahre lang 290 Frauen beobachtet, deren Geburtstag zwischen 1908 und 1922 lag. Die Probandinnen wurden von 1969 bis 1981 in Abständen von sechs Jahren untersucht, 1992 unterzogen sie sich einer Computertomographie.
Bei allen Untersuchungen wurde der Body-Mass-Index (BMI) der Frauen bestimmt: das Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße. Menschen mit einem BMI von mehr als 25 gelten als übergewichtig, bei einem höheren BMI als 30 spricht man von Fettleibigkeit. 1992 lag der BMI bei den weiblichen Testpersonen der Studie bei durchschnittlich 27.
Bemerkenswert ist, dass bei Frauen, die an einem Gewebeschwund (Atrophie) des Schläfenlappens im Gehirn litten, der BMI um bis zu 1,5 höher war als bei Frauen, deren Schläfenlappen sich nicht zurückentwickelt hatte. Eine Atrophie ist eines der ersten Anzeichen einer Demenzerkrankung. Warum bei dicken Frauen das Demenzrisiko steigt, müssen die Wissenschaftler noch genauer untersuchen. Eine Möglichkeit ist laut Gustafson, dass das Übergewicht die Gefäße schädigt.





