Die Schunk GmbH und Co. KG wurde in einem verheerenden Jahr der deutschen Geschichte aus der Taufe gehoben. 1945 begann Friedrich Schunk in einer Garage Metall zu bearbeiten. Das war dem Tüftler auf die Dauer zu dürftig, und er entwickelte eigene Lösungen für komplexe technische Herausforderungen. In den Fünfzigerjahren stellte die Firma für den NSU Prinz Bremstrommeln und Schwungscheiben her und fertigte Präzisionsteile für die legendäre Porsche-Baureihe 365. 1964 trat Sohn Heinz-Dieter in das Unternehmen ein, das damals acht Mitarbeiter beschäftigte. Er ließ einen Hochglanzprospekt gestalten, mit dem er die ersten Aufträge für die neu ins Programm aufgenommenen Spannbacken holte. „Heute sind wir in diesem Segment Weltmarktführer”, sagt Heinz-Dieter Schunk. In den Neunzigerjahren stieg das Unternehmen ins Drehfuttergeschäft ein. Heute arbeiten dort gut 200 Mitarbeiter. Wenige Jahre darauf kamen Drehspannfutter dazu. Auch hier ist Schunk inzwischen Weltmarktführer und verkauft pro Jahr über 60 000 Einheiten. Heinz-Dieter Schunk, gelernter Betriebswirt, legt Wert darauf, dass seine Produkte nicht nur technologisch führend sind, sondern sich auch ästhetisch von der Konkurrenz abheben: „Schon beim Gang durch eine Werkshalle soll man erkennen, dass dort Schunk-Produkte eingesetzt werden”, urteilt der Chef, der im Oktober mit dem „Preis Deutscher Maschinenbau” ausgezeichnet wurde.




