Nobelpreis – aber nicht für alle
Während eines Telefonats mit dem MIT-Astronomen Bernard Burke berichtete Penzias beiläufig von dem mysteriösen Mikrowellenrauschen. Burke schaltete sofort und sah die Verbindung zur Forschungsarbeit der Gruppe um Robert Dicke und Jim Peebles an der Princeton University: Diese Astronomen suchten – bislang vergeblich – nach der Kosmischen Hintergrundstrahlung, die bereits 1948 von den Physikern Ralph Alpher, George Gamow und Robert Herman vorausgesagt worden war. Burke brachte die Teams zusammen. Noch 1965 publizierten Penzias, Wilson und Dicke gemeinsam in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal die Entdeckung des „Störgeräuschs” sowie die korrekte Deutung.
Ungeachtet ihrer ursprünglichen Ahnungslosigkeit erhielten Penzias und Wilson 1978 den Nobelpreis für Physik. Dicke und Peebles schauten in den Mond – auch der aufmerksame Bernard Burke, der den anderen zu wissenschaftlichem Ruhm verholfen hatte, ging leer aus.




