Die Dunbar-Zahl heutiger Menschen beträgt rund 150. Der Neurologe Robin Dunbar, einer der drei Autoren dieses Buchs, hat das experimentell herausgefunden. Bei Homo erectus vor 1,5 Millionen Jahren lag die Zahl bei etwa 80, bei den Australopithecinen vor 3 Millionen Jahren – nicht anders als bei heutigen Menschenaffen – nur bei 50.
Diese Zunahme im Verlauf der Evolution korreliert direkt mit der entsprechenden Zunahme der Gehirngröße, schreiben die drei britischen Forscher. Ihr Credo: Das Schaffen zwischenmenschlicher Beziehungen über immer größere Entfernungen und während langer Zeiträume, in denen man sich nicht sah, gab dem Wachstum des Denkorgans die Sporen. “Unser Evolutionserfolg war von unserem Sozialverhalten abhängig”, betonen die Autoren – und belegen das mit einem Parforceritt vom Kraulen und Lausen bis zum Leben in der Megacity, in der Ära von Whatsapp und Facebook. Und immer wieder geht es um sie – die erstaunliche Dunbar-Zahl.




