Nach einem Konzept des kanadischen Psychologen Endel Tulving beherbergt unser Gehirn mehrere unabhängige dauerhafte Erinnerungssysteme. Heute unterscheidet man fünf. 1. Im prozeduralen Gedächtnis werden Bewegungsabläufe gespeichert. Dies geschieht unbewusst. 2. Priming („Bahnung”) bedeutet, dass bereits Gesehenes unbewusst schneller wiedererkannt wird. Bewusste Erinnerungen speichern die Systeme 3 bis 5: Das perzeptuelle Gedächtnis erkennt nicht nur gleiche, sondern auch ähnliche Gegenstände wieder. Reine Fakten ohne Kontext werden im Wissenssystem aufbewahrt. Das episodisch-autobiografische Gedächtnis speichert bewusst erlebte Momente des eigenen Lebens.





