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Das Land, das die Sklaven formten
Im Mittelalter erstreckte sich im Süden des heutigen Irak eine Kulturlandschaft, in der die arabischen Eliten mittels eines gewaltigen Bewässerungsnetzwerks eine Plantagenwirtschaft betrieben. Zur Arbeit dort wurden Tausende Sklaven gezwungen, die sogenannten Zanj.
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von DAVID NEUHÄUSER
Es wird von unmenschlichen Bedingungen berichtet, denen die Sklaven in den Plantagen im vormaligen Sumpfland nahe Basra ausgesetzt waren. Daher gab es immer wieder Aufstände, die aber schnell niedergeschlagen wurden. Erst im Jahr 869 begann eine Rebellion, die sich über Jahre hinzog und für die Sklaven eine Zeitlang erfolgreich verlief. Der mittelalterliche Gelehrte al-Ṭabarī (839–923), ein Zeuge des Aufstands, beschreibt eindrückliche Szenen wie diese: Durch das Bellen eines Hundes alarmiert, schickt der Anführer der Rebellen einen seiner Männer los, um nachzusehen. Er entdeckt einen Boten, der ihm von einem bevorstehenden Angriff der Regierungstruppen berichtet. Die Rebellen legen daraufhin einen Hinterhalt und verstecken sich zwischen den Palmen am Ufer des großen Kanals Nāhr Bayān. Als die Boote der Feinde herangekommen sind, greifen sie unvermittelt an und besiegen die Regierungstruppen. Die Schlacht ist damit aber noch nicht gewonnen, denn weitere Regierungstruppen rücken an den Ufern des Kanals vor. Eine Reihe von Angriffen und Gegenangriffen folgt. Schließlich fliehen die Angreifer – bis auf jene, die im Schlamm stecken bleiben, denn noch ist die Flut nicht gekommen…
Ein 14 Jahre währender Kampf
Der Schauplatz der Kämpfe war eine Landschaft im Südirak, die sich von Basra aus (das damals noch direkt am Persischen Golf lag) weit nach Norden und Osten erstreckte und über 800 Quadratkilometer umfasste. Es war die Aue des Flusses Schatt al-Arab, der seinen Ursprung im Zusammenfluss von Tigris und Euphrat hat. Auf der einen Seite kämpften die Truppen des Kalifen, der in Bagdad regierte. Auf der anderen Seite die Zanj. Obwohl sich der Begriff „Zanj“ ursprünglich auf die Bewohner Ostafrikas bezieht, benutzten ihn die Araber für Schwarzafrikaner im Allgemeinen. Möglicherweise hatten sich den Sklaven aber auch Mitglieder der lokalen Bevölkerung angeschlossen. Geführt wurden die Aufständischen von dem Araber Ali ibn Muhammad, über dessen Herkunft es nur Spekulationen gibt. Der Aufstand hielt die Regierungstruppen 14 Jahre lang (869–883) in Atem, bis sie ihn schließlich – wie frühere, deutlich kürzere Aufstände 689–690 und 694–695 – niederschlagen konnten.
Noch im vergangenen Jahr waren sich viele Historiker sicher, dass die Rebellion trotzdem insofern erfolgreich war, als sie die Sklavenarbeit in den Plantagen weitgehend beendete. Eine neue Studie setzt hinter diese Annahme nun allerdings ein großes Fragezeichen: Ein Forscherteam aus britischen und irakischen Universitäten hat sich mit der Landschaft der Zanj-Rebellion beschäftigt und dabei eine entscheidende Entdeckung gemacht. Forschungsgegenstand waren riesige Erdaufschüttungen – 400 bis 1200 Meter lang und 20 bis 50 Meter breit – von denen in dem relevanten Gebiet über 7000 zu finden sind: die letzten Reste der Plantagenwirtschaft, die sich hier im Mittelalter nördlich von Basra erstreckte.
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Der Ursprung der Stadt Basra war um das Jahr 630 ein Militärlager, das in der frühen Phase der arabischen Eroberung des persischen Sassanidenreichs eingerichtet worden war. Dass daraus eine Stadt entstand, lag mit an dem islamischen Besiedlungsprinzip, in eroberten Gebieten eher neue Stände zu gründen als bestehende zu besetzen. Vielleicht wollte man sich dadurch von der vorhandenen Zivilbevölkerung distanzieren. Im Fall von Basra könnte aber auch anderes eine Rolle gespielt haben: So hatte um 629 eine Flutkatastrophe in der Region viel Zerstörung angerichtet. Eine Stadt auf einer höher gelegenen natürlichen Terrasse zu bauen, bot somit Vorteile.
In den zwei Jahrzehnten nach der islamischen Eroberung kamen zu den Soldaten und ihren Familien, die sich ursprünglich in Basra niedergelassen hatten, zahlreiche muslimische Migranten. Die Veteranen der Eroberung – sowie in geringerem Maße auch diese späteren Migranten – erhielten vom Staat ein regelmäßiges Gehalt, was ein starker Anreiz für einen Wohnsitz in Basra war. Historiker haben für die Regierungszeit von Ziyâd (665–670) eine Stadtbevölkerung von mindestens 250.000 Menschen berechnet, vielleicht waren es sogar deutlich mehr. Doch auch wenn die Bevölkerungszahl nicht genau bestimmbar ist, war Basra auf jeden Fall mehrere Jahrhunderte lang eine große, blühende Stadt. Das vom Staat an die Einwohnern gezahlte Gehalt ergab eine Kaufkraft, die Handel und Gewerbe anzog und es Basra ermöglichte, schnell zu einem wichtigen Handelszentrum zu werden. Ihre Lage band die Stadt dabei in ein komplexes internationales Handelsnetz ein. Der Schatt al-Arab stellte eine Verbindung zu den großen irakischen Städten im Norden her, im Westen konnten Karawanen durch die Wüste die wichtigen islamischen Zentren der Arabischen Halbinsel erreichen, und die Nähe zum Golf ermöglichte einen einfachen Zugang zu den Handelsnetzen des Indischen Ozeans.
Allerdings waren die ökologischen Gegebenheiten der Stadt eine erhebliche Herausforderung für die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Wasser. Für Letzteres waren die Menschen auf die Kraft der Gezeiten angewiesen waren, welche Süßwasser durch den Schatt al-Arab nordwärts schob. Entsprechend wurde ein Kanalsystem angelegt beziehungsweise erneuert und erweitert. Schon in der Antike hatte das persische Herrscherhaus der Sassaniden hier Kanäle angelegt und Landwirtschaft ermöglicht, auch wenn die Quellen keinen Aufschluss darüber geben, wie dies genau geschah. Die Flutkatastrophe von 629 mag Infrastruktur zerstört haben, trotzdem hatten einige der mittelalterlichen Kanäle sicherlich antike Ursprünge. Nach der islamischen Eroberung wurde die landwirtschaftliche Produktion fortgeführt, und es gelang bald wieder, Überschüsse zu produzieren. Eines der wichtigsten Exportgüter waren vermutlich Datteln. Ein Beleg für den Fernhandel damit könnten die großen türkisfarbenen glasierten Krüge sein, die im Süden des Irak hergestellt und im gesamten Bereich des Indischen Ozeans und Ostasien gefunden wurden. Seth Priestman von der University of Chicago argumentiert, dass diese ursprünglich Dibbs (Dattelsirup) aus den Plantagen von Schatt al-Arab enthielten. Für andere Nutzpflanzen wie Weizen, Zuckerrohr und Zitrusfrüchte deuten spätere Belege darauf hin, dass diese ebenfalls angebaut und exportiert wurden.
Sklavenarbeit als Basis
Die Last dieser umfangreichen landwirtschaftlichen Produktion trugen Tausende von Sklaven, die in Textquellen als „die Zanj“ bezeichnet werden. Schon die Sassaniden hatten in der Landwirtschaft Sklaven eingesetzt. Diese lebten üblicherweise in die Haus- oder Familiengemeinschaften der Sklavenhalter integriert. Der Beginn der islamischen Herrschaft in der Region brachte jedoch eine wichtige Veränderung mit sich: Da die Eroberung des Irak große Teile der einheimischen Bevölkerung verdrängt hatte und die neuen Herrscher und Landeigentümer Arbeitskräfte für ihre expandierende Plantagenwirtschaft brauchten, wurden Tausende afrikanische – und in geringerem Maße auch südasiatische – Sklaven für den Bau und die Bewirtschaftung der Plantagen in das Gebiet geholt. Dabei war die Arbeit in dem salzhaltigen Sumpfland wohl extrem schwer, wozu auch gehörte, dass für die Urbarmachung des Gebiets große Mengen Erde bewegt werden mussten. So schufen und erhielten die Sklaven Basras über Generationen hinweg eine riesige fruchtbare Kulturlandschaft. Doch wendeten sie sich auch immer wieder gegen die sie drangsalierende Herrschaft.
Das Rätsel der Plantagen-Hügel
Al-Ṭabarī schreibt von Palmwäldern, in denen die aufständischen Zanj den Regierungstruppen aufgelauert hätten. Traditionell wurden Palmen in Kombination mit anderen Pflanzen angebaut. Vielleicht wurden aus Basra nicht nur Datteln, sondern auch Gerste, Zuckerrohr, Reis oder Baumwolle exportiert. Was es genau war, ist bisher genauso unklar wie der Sinn und Zweck der vielen Erdaufschüttungen, die heute noch als Reste erkennbar sind. „Natürlich handelt es sich bei dem Gebiet eindeutig um eine Kulturlandschaft“, sagt Peter Brown, Archäologe an der Durham University. „Die Frage ist: Warum mussten in dieser Kulturlandschaft Erdaufschüttungen angelegt werden? Denn sie sind keine offensichtliche Notwendigkeit bei der Bewirtschaftung einer Landschaft.
Es ist vermutet worden, dass der Boden wegen der natürlichen Salzablagerungen nicht für landwirtschaftliche Nutzung geeignet war und dass man zur Urbarmachung die obere Schicht abtragen musste.“ Die abgetragene Erde hätte dann entlang der Felder die heute sichtbaren Aufschüttungen gebildet.
Eine zweite Theorie zur Entstehung der Aufschüttungen geht davon aus, dass sie die Folgen von Wartungsarbeiten am Schatt al-Arab und seinen zahlreichen Kanälen waren: „Das Wasser trug eine Menge Schlamm mit sich“, erklärt Brown. „Und wenn man Kanäle hat, die Wasser aus dem Fluss zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen transportieren, dann lagert sich in diesen Kanälen mit der Zeit Schlick an. Wenn die Kanäle also funktionstüchtig bleiben sollen, muss man sie regelmäßig freiräumen – durch den herausgeholten Schlamm könnten also die Aufschüttungen entstanden sein.“
Eine Frage war demnach, in welchen Zeiträumen diese Aufschüttungen entstanden sind. Wurden sie zeitgleich als Basis für landwirtschaftliche Nutzung angelegt, oder entstanden sie in einem fortwährenden Prozess? Ein Forschungsprojekt sollte hierzu neue Erkenntnisse liefern.
Forschung in der Einöde
Inzwischen ist die Region längst zur trostlosen Einöde geworden. „Große Teile der Flussaue sind heute weitgehend wüst und verlassen“, berichtet Peter Brown, einer der Autoren der Studie. „In dieser Landschaft findet gar nichts mehr statt. Es ist zudem ein schwer zugängliches Gelände, zum einen, weil Verbindungen zur Öl-Infrastruktur im südlichen Irak bestehen, und zum anderen, weil Teile der Region Kriegsschauplatz im Ersten Golfkrieg gewesen sind, weshalb es Probleme mit herumliegender Munition und dergleichen gibt.“ In dieser unwirtlichen Landschaft machten sich die Forscher nun daran, einige der weitläufigen Erdaufschüttungen zu untersuchen. Konkret sollten Materialproben genommen werden, um anschließend im Labor per OSL-Datierung das Alter der Anlagen zu bestimmen. OSL steht für Optisch Stimulierte Lumineszenz und beschreibt die Eigenschaft von Mineralien, auf Wärme oder Licht mit der Emission sogenannten „kalten Lichts“, also mit Lumineszenz, zu reagieren. Quelle dieses kalten Lichts ist die natürliche Radioaktivität des Gesteins. Forscher können anhand dieser Lumineszenz ablesen, wie lange es her ist, dass Gesteinsproben zum letzten Mal mit Licht in Berührung gekommen sind. Brown und seine Kollegen wollten auf diese Weise feststellen, wann das Erdreich zum letzten Mal bewegt wurde, das heißt, wann die Strukturen aufgeschüttet worden waren.
Passende Stellen für die Probeentnahme zu finden, war allerdings nicht so einfach. Grundsätzlich eignen sich besonders US-amerikanische Satellitenbilder aus den 1960er-Jahren – Spionageaufnahmen aus der Zeit des Kalten Krieges –, um in dieser Region aus der Vogelperspektive alte Landschaftsformen zu entdecken. Denn zu der Zeit hatten Industrie und Golfkrieg noch keine Spuren hinterlassen. Doch um heute noch unbeschädigte Strukturen zu finden und um sicherzustellen, dass keine Verunreinigung durch Licht stattgefunden hat, mussten die Forscher auch neue Satellitenaufnahmen hinzuziehen.
Die für die Analyse geeigneten Erdaufschüttungen sollten nicht nur gänzlich intakt sein, sondern auch eine ausreichende Distanz zueinander aufweisen, um auf Grundlage der Laborergebnisse allgemeingültige Aussagen treffen zu können. Doch am Ende wurden alle Proben in der Nähe des mittelalterlichen Basra entnommen, genauer gesagt in Erdaufschüttungen im Osten der Stadt, am Westufer des Flusses. Ausschlaggebend dafür waren organisationstechnische Gründe: Den beiden irakischen Mitgliedern des Forscherteams, Jaafar Jotheri, Archäologe an der Universität von Al-Qadisiyah, und Nawrast Abdalwahab, Geologin an der Universität Basra, musste es möglich sein, zu den festgelegten Orten zu reisen – stets in Abstimmung mit den Behörden und in einer Region, die für Unbefugte verboten und nur unter besonderen Auflagen zugänglich ist.
Die Plantagenwirtschaft ging weiter
An vier Orten wurden schließlich erfolgreich Materialproben aus verschiedenen Tiefen entnommen und im Labor in Durham untersucht. Die Hoffnung des Forschungsteams, durch die OSL-Datierung der Proben herauszufinden, ob die jeweiligen Aufschüttungen in einer einzigen großen Anstrengung oder über einen langen Zeitraum hinweg entstanden sind. erfüllte sich jedoch nicht. Die Fehlerspanne der Messung von +/- 80 Jahren erwies sich als zu groß. „Die Ergebnisse zu unseren jeweiligen Proben sind alle im Bereich dieser Fehlerspanne“, so Brown. „Deshalb ist es schwierig zu sagen, ob die Aufschüttung an einem Stück oder über einen Zeitraum von 80 bis 100 Jahren errichtet wurde, ob die Ansammlung schnell oder schrittweise erfolgte.“
Allerdings zeigten OSL-Datierung und Radiokarbonmethode insgesamt eine andere Entwicklung der Plantagenwirtschaft, als Historiker sie bislang angenommen haben: „Die Ergebnisse demonstrieren, dass es eine überaus langfristige Aktivität in diesem Gebiet gab“, erklärt Brown. „Unsere ältesten Proben sind aus dem späten 9. Jahrhundert, die jüngsten sind aus dem 13. Jahrhundert. Die Ergebnisse zeigen, dass die landwirtschaftliche Nutzung sich deutlich länger fortsetzte als gedacht.“ Die ältesten Proben stammen ungefähr aus der Zeit der Zanj-Rebellion, doch danach ging es weiter.
Natürlich ist mit den wenigen Proben nicht die gesamte zu erforschende Fläche abgedeckt – Brown würde sich in Zukunft deshalb die Möglichkeit wünschen, auch weiter im Norden Proben sicherstellen zu können. Zudem hofft Brown, dass sich zukünftige Forschungsprojekte auch der Analyse von Pflanzenresten widmen können, um die Spekulationen in diesem Bereich zu beenden: „Ich würde gerne archäobotanische Proben – also Pflanzenproben – sicherstellen, die uns verraten könnten, was in dieser Landschaft angebaut worden ist. Für mich ist das eine der großen unbeantworteten Fragen.“
Dennoch sind die Erkenntnisse aus Durham schon jetzt eine wertvolle Ergänzung zu den schriftlichen Quellen. Al-Ṭabarī und andere Gelehrte hatten viel Mühe darauf verwandt, den Verlauf des Zanj-Aufstandes nachzuzeichnen; das Schweigen der Quellen über die Zeit danach hatte Historiker bislang dazu bewogen, eine baldige Auflösung der Plantagenwirtschaft von Basra zu vermuten. Ganz offensichtlich war dem nicht so; noch vier Jahrhunderte nach der Rebellion wurden neue Wälle aufgeschüttet.
Vor der Rebellion war der Anteil von Sklaven an der Landwirtschaft und den Erdarbeiten sehr groß. Wer die Plantagenwirtschaft danach fortführte, lässt sich der schweigenden Quellen wegen nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Erdaufschüttungen geben darüber keine Auskunft. Nach dem Sieg über die Aufständischen ging es jedoch vermutlich weiter wie zuvor. Die Arbeiter waren diejenigen unter den Zanj, die ihre erneute Unterwerfung überlebt hatten, aus Afrika neu herbeigeschaffte Verstärkung, und vielleicht auch einige freie Araber.
Ende der Plantagenwirtschaft von Basra
Die Rebellion der Zanj war für die arabische Welt ein Schock, aber sie brachte das System nicht zu Fall. Dies geschah deutlich später, zu jener Zeit, als auch keine neuen Erdaufschüttungen mehr entstanden: Der Einfall der Mongolen im 13. Jahrhundert war eine Katastrophe für die arabische Welt. Brown und seine Kollegen vermuten, dass es die zentralasiatischen Reiterkrieger waren, die auch der Plantagenwirtschaft von Basra ein Ende bereiteten. Zumindest ist dies eine der möglichen Erklärungen. Auch Klimaveränderungen könnten eine Rolle gespielt haben: Man kann annehmen, dass etwa ab Mitte des 10. Jahrhunderts der Wasserstand des Schatt al-Arab kontinuierlich sank, womit sich die landwirtschaftliche Nutzung des Umlandes zunehmend schwierig gestaltete. Ein weiterer Grund für das Ende der Erdarbeiten könnte die Pest gewesen sein. Im Nahen Osten starben daran ungefähr 42 Prozent der Bevölkerung. Der Landwirtschaft der Basra-Region fehlten bald nicht nur die Käufer, sondern auch die Arbeiter. Sie starben unabhängig davon, ob sie im 13. Jahrhundert noch mehrheitlich Sklaven waren oder nicht. Die Großprojekte des Kalifats zerbrachen also an Invasionen, Trockenheit und Epidemien. ■
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