· Das menschliche Gehirn hat schätzungsweise 100 Milliarden Nervenzellen. Damit sind wir allerdings nicht Spitzenreiter im Tierreich. Größere Tiere wie Wale oder Elefanten haben zwei- bis dreimal so viele Neuronen.
· Die Nervenzellen in der Großhirnrinde sind besonders intensiv verdrahtet. Jede Zelle verfügt dort über etwa 20 000 Synapsen, durch die sie mit anderen Neuronen verknüpft ist.
· Das Gehirn eines Menschen wiegt durchschnittlich 1,35 Kilogramm. Männergehirne sind im Schnitt schwerer, die von Frauen dagegen dichter gepackt.
· Ein einziger Kubikmillimeter Großhirnrinde beinhaltet etwa 90 000 Nervenzellen und über 4000 Meter Nervenbahnen, wenn man alle Axone (die den Langstreckentransport von Hirnsignalen erledigen) und alle Dendriten (die die Synapsensignale übertragen) zusammenzählt.
· Nervenzellen verbrauchen extrem viel Energie. Obwohl das Zentralnervensystem bei einem erwachsenen Menschen nur etwa 2 Prozent der Körpermasse ausmacht, verbraucht es etwa 18 Prozent des im Blut transportierten Sauerstoffs. (Der Sauerstoffverbrauch ist ein gutes Maß für die Stoffwechselaktivität, da er bei der Verbrennung des „Treibstoffs” Glukose benötigt wird.) Bei Kindern ist der Verbrauch noch höher.
· Die Behauptung, wir würden nur zehn Prozent unseres Gehirns nutzen, ist Unsinn. Es gibt nicht den geringsten Beleg, dass an diesem Gerücht etwas wahr sein könnte.




