von CHRISTIAN JUNG
Es sollte ihr Jahrzehnt werden – stattdessen endete es für Caster Semenya mit einer Niederlage. Kurz vor Beginn der Leichtathletik-WM 2019 in Doha entschied der internationale Leichtathletik-Verband IAAF: Die überragende Mittelstrecklerin der vergangenen Jahre darf wegen erhöhter Testosteron-Werte nicht starten. Es sei ein unfairer Wettbewerbsvorteil. Schon beim Betreten der internationalen Sportbühne 2009 musste Semenya wiederholt entwürdigende Überprüfungen zur „Einordnung ihres Geschlechts“ über sich ergehen lassen, etwa bei der Weltmeisterschaft drei Stunden vor dem Endlauf. Auf Basis eines Schnelltests wird damals für den Moment entschieden: Semenya darf „als Frau“ unter Frauen antreten. Sie gewinnt.





