8000 Jahre alt ist der vollständig erhaltene Einbaum, den Prof. Peter Breunig von der Universität Frankfurt am Main zusammen mit Archäologen der Universität von Maiduguri in Nigeria ausgegraben hat. Das Boot wiegt 300 Kilogramm und ist vorne zugespitzt. Entdeckt hatte den Einbaum ein Hirte nahe des nigerianischen Dorfes Dufuna.
Das Boot gehört zu den ältesten Wasserfahrzeugen weltweit. Benutzt wurde es von Jägern, Sammlern und Fischern, die nur wenige Spuren im Sand der Sahelwüste hinterlassen haben. Sie lebten an den Küsten des Mega-Tschad, des damals größten Binnengewässers der Erde. “Wie durch ein Wunder hat Grundwasser den Einbaum vor Austrocknung und Fäulnis geschützt”, freut sich Breunig.
Inzwischen befindet sich das Boot in Damaturu, der Hauptstadt des nigerianischen Bundeslandes Yobe, in dem es gefunden wurde. Dort wird es in drei Tonnen Polyethylenglykol konserviert. In ein oder zwei Jahren soll es in einem Museum ausgestellt werden.
Rüdiger Vaas




