Seit gut einer Woche rollt in der höchsten deutschen Spielklasse, der Fußball-Bundesliga, wieder der Ball. Dazu passt eine Metastudie der Deutschen Sporthochschule Köln, die besonders für Elfmeterschützen und Torhüter interessant sein dürfte. Daniel Memmert, Norbert Hagemann und Bernd Strauß haben mit ihren Mitarbeitern über 80 Untersuchungen zum Thema Elfmeterschießen unter die Lupe genommen und ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse: Torwarte bewerten ihre Chancen, einen „Elfer” zu halten, geringer, wenn der Schütze ein rotes Trikot trägt. Ein bedeutender Faktor beim Elfmeter sind außerdem die psychologischen Fähigkeiten der Schützen. Wer mehr von Pflicht- und Verantwortungsgefühl geleitet wird, hat deutlich höhere Chancen, den Strafstoß zu verwandeln. Aber auch die Wahl der Höhe und Richtung des Schusses müssen stimmen. Denn die Sportwissenschaftler haben herausgefunden, dass die Chance, einen Elfmeter zu halten, fast null ist, wenn er ins obere Drittel des Tores geschossen wird. Dorthin zielen aber nur rund 13 Prozent der Schützen. 30,4 Prozent zielen ins mittlere und 56,6 Prozent ins untere Drittel. Und was kann der Torwart tun? Die Forscher empfehlen, die Arme hoch zu halten und sich nach rechts und links zu bewegen, um für Irritation zu sorgen und die Auswahl der Seite zu erschweren. Gut zu wissen ist auch, dass ein Rechtsfuß häufig in die von ihm gesehene linke Ecke schießt, ein Linksfuß macht es umgekehrt.





