Klassische Musikinstrumente wie das Cello haben sich seit Hunderten von Jahren kaum verändert. Dr. Bernd Schoner (Bild) vom Medialab des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA, hat ein „Hyper-Cello” und andere Streichinstrumente mit völlig neuen Ausdrucksmöglichkeiten gebaut: Cello und Bogen sind gespickt mit Sensoren, die jede noch so kleine Bewegung des Künstlers registrieren und in Klänge aus dem Computer umsetzen. „ So kann ich eine Bach-Partita für Geige endlich auf dem Cello spielen”, freut sich Schoner. Bei einem Konzert im Oktober präsentierten die musikbegeisterten Medialab-Wissenschaftler eine interaktive Sinfonie, bei der das Cello via Infrarotverbindung andere Musikinstrumente steuert.
Schoners Kollegin Maggie Orth (rechtes Bild) entwickelt ihre Instrumente nicht für Profis, sondern für Kinder. Sie entwirft bunte Schaumstoffklötze, denen sich durch Quetschen lustige Melodien entlocken lassen. Kinder können die bizarren Klötze mit biegsamen Stangen zu großen Phantasiegebilden zusammensetzen. Geplant sind Konzerte auf der ganzen Welt, bei denen Nachwuchsmusiker gemeinsam an vernetzten Klangbäumen musizieren. bm
Bernd Müller




