Der Wirkstoff der Cannabis-Pflanze Tetrahydrocannabinol (THC) kann offenbar Arteriosklerose vorbeugen, einer der Hauptursachen für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Das ist das Ergebnis einer schweizerischen Studie von Forschern der Universität Genf um François Mach. Sie hatten Mäuse genetisch so verändert, dass diese anfällig für Arteriosklerose waren. In das Futter der Tiere mischten die Wissenschaftler kleine Mengen THC. Dieses lagerte sich an den Cannabinoid-Rezeptor 2 bestimmter Immunzellen an, die mitverantwortlich für Entzündungen sind, wie sie sich bei Arteriosklerose im Körper bilden und dafür sorgen, dass sich die Blutgefässe allmählich verstopfen. Durch das Andocken an den Rezeptor wurden die Entzündungen teilweise verhindert, die Entwicklung der Krankheit verlangsamte sich um mehr als ein Drittel. Mach warnt allerdings davor, durch das Rauchen von Haschisch Arteriosklerose vorbeugen zu wollen.




