Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben ein einfaches Verfahren entwickelt, um farbige Solarzellen herzustellen. Das Team um Andreas Hinsch benutzt zur Umwandlung des Lichts in Strom statt der herkömmlichen Silizium-basierten Solarzellen einen organischen Farbstoff und einen gelierbaren Elektrolyten. Für die Herstellung werden zunächst im Siebdruckverfahren die benötigten Materialien als Paste auf zwei Glasplatten aufgetragen. Der Siebdruck ist so strukturiert, dass sich beim Zusammenfügen der Platten Kanäle bilden, in die der Farbstoff und der Elektrolyt gefüllt werden. Anschließend wird die Solarzelle hermetisch versiegelt, sodass der Elektrolyt nicht ausfließen kann. Die Ausgangsfarbe der Module ist ein transparentes Ocker, das durch Filter zu bunten Mustern variiert werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Muster durch farbige Pasten zu verstärken. Als Einsatzgebiet für die farbigen Solarzellen sieht Hinsch vor allem die Werbung. Dazu muss allerdings noch der Wirkungsgrad gesteigert werden. Eine 60 mal 100 Zentimeter große Fläche hat zur Zeit einen Wirkungsgrad von 2,5 Prozent. Herkömmliche Solarzellen erreichen im Alltagsbetrieb rund 15, im Labor sogar mehr als 20 Prozent.




