Wer Angst vor Schmerzen hat, etwa vor einer Spritze, sollte sich auf keinen Fall ducken oder gar ängstlich in sich zusammensinken: Derartig unterwürfige Körperhaltungen erhöhen die Schmerzempfindlichkeit, haben zwei kanadische Forscher gezeigt. Sehr zu empfehlen ist dagegen eine dominante Position mit geschwellter Brust, aufrechter Haltung und zurückgenommenen Schultern – sie lässt das Gefühl entstehen, man habe die Situation unter Kontrolle und sei gegen Unannehmlichkeiten gewappnet. Damit steigt auch die Toleranz gegenüber Schmerzen, sagen die beiden Wissenschaftler. Sie haben auch eine biochemische Erklärung für den Effekt: Eine dominante Position und ein Gefühl der Macht lassen den Organismus mehr Testosteron ausschütten – und davon ist seit Langem bekannt, dass es unempfindlicher gegen Schmerzen macht.




