In Recklinghausen ist offenbar tote Hose – ganz besonders an der dortigen Fachhochschule. Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man eine Aussendung dieser Wissenschaftsinstitution liest. Unter der Überschrift „Boris Becker studiert in Recklinghausen” wird stolz verkündet, dass Becker im ersten Semester Molekulare Biologie studiert. Schlägt der ehemalige Tennisstar – seinerzeit auch „Bobbele” genannt – jetzt eine akademische Laufbahn ein? Mitnichten. Denn wer die Mitteilung weiter liest, erfährt, dass Boris Becker 20 Jahre alt ist und aus Berlin stammt. Der staunende Leser wird außerdem darüber aufgeklärt, dass Beckers Vater der Name „Boris” gut gefiel, weshalb er seinen Sohn so taufte – im Gegensatz zu den zwei Brüdern, die Sven und Marco heißen. Respekt!
Doch der Quell der Informationen versiegt noch lange nicht. Man erfährt: Vater Becker liebt Formel 1 und Fußball, während Boris Becker gerne Trampolin springt. Nicht vorenthalten wird dem Leser auch, dass B. B. oft auf die Namensgleichheit mit dem Wimbledonsieger angesprochen wird. Das Papier gipfelt schließlich in der Aussage, dass Boris Becker Boris Becker noch nie getroffen hat. Ach was!





