Schmitz – das klingt nicht gerade wie ein schwedischer Nachname. Ist es auch nicht: Birger Schmitz’ Eltern stammen aus Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet. Sie siedelten 1955, kurz vor seiner Geburt, nach Nordschweden um. Schon als Kind fragte sich Birger Schmitz, was wohl hinter dem Ende des Universums liegt. Trotzdem studierte er später nicht Astronomie, sondern Mineralogie in Stockholm. Sein Interesse für Meteoriten-Staub erwachte während der Diplomarbeit in den 1980er-Jahren. Damals publizierten Luis und Walter Alvarez die Theorie, ein Meteoriten-Einschlag habe die Kreidezeit beendet und die Dinosaurier ausgelöscht. Schmitz veröffentlichte noch als Student zwei Artikel, in denen er diese Theorie kritisch unter die Lupe nahm. Damit erregte er die Aufmerksamkeit von Luis Alvarez. Der amerikanische Nobelpreisträger lud ihn ein, als Postdoktorand ans Lawrence Berkeley Laboratory in Kalifornien zu kommen, wo Alvarez forschte. Nach seinem Forschungsaufenthalt in den USA übernahm Schmitz eine Professur an der Universität Göteborg und begann, in den uralten schwedischen Gesteinsschichten nach Resten von Meteoriten zu fahnden. Mit seiner Leidenschaft hat er mittlerweile auch seine vier Kinder angesteckt. „Die meisten Ferien verbringen wir in Steinbrüchen oder an steilen Klippen”, sagt der 54-Jährige. „Meiner Familie gefällt das, weil wir oft an exotischen Orten landen, etwa in der ägyptischen Wüste oder in entlegenen Winkeln der Pyrenäen.”





