Die Fotografie erlebt zur Zeit eine kleine Revolution. Digitalkameras sind ungebremst auf dem Vormarsch. Sie sind zweifellos der wichtigste Wachstumsfaktor der Branche: Allein in Deutschland nahm die Zahl der verkauften Geräte von 580000 im Jahr 2000 auf 1,2 Millionen im Jahr 2001 zu. Doch nach einer Studie im Auftrag des Druckerherstellers Lexmark hat sich mit der neuen Technologie auch ein völlig neues Fotografier-Verhalten entwickelt. Danach werden zwar immer mehr Aufnahmen gemacht – allein 2002 waren es weltweit 12,4 Milliarden digitale Fotos – , aber nur noch jedes vierte Bild wird ausgedruckt oder als Abzug entwickelt. Milliarden Bilder lagern demnach auf CDs, Festplatten oder in den Speichern der Digitalkameras selbst. Das bereitet Entwicklungslabors und Fotohändlern Kopfzerbrechen, da sie bereits drastische Umsatzeinbußen verzeichnen. Daher haben in Deutschland der Bundesverband der Großlaboratorien und der Fotoindustrie-Verband jetzt die Aktion „Klasse Fotos von Digital” gestartet, um wieder mehr Menschen für Papierbilder zu begeistern.
Hans Groth




