Es geschah 1933: Aus vielen Schweizer Radios, die auf einen schwachen eidgenössischen Sender eingestellt waren, dudelte plötzlich Musik eines Luxemburger Senders – obwohl der auf einer ganz anderen Frequenz abstrahlte. Der als “Luxemburg-Effekt” in die Technikgeschichte eingegangene Vorfall machte zum erstenmal deutlich, welchen Einfluß die Ionosphäre auf die Übermittlung von Funkwellen hat. Um das Verhalten der geladenen Teilchen in über 50 Kilometer Höhe besser zu verstehen, bauen amerikanische Wissenschaftler derzeit im Auftrag des Verteidigungsministeriums in Gakona,Alaska, eine riesige Antennenanlage. HAARP (High frequency Active Auroral Research Program) soll ab dem Jahr 2002 Radiosignale mit einer Leistung von 3,6 Megawatt in den Himmel strahlen und die reflektierten Wellen messen.
Bernd Müller




