„Ich lese gerade in der bdw-Ausgabe 9/2012, dass die Kolumne von Prof. Beutelspacher die letzte sein soll. Das gibt’s ja gar nicht! Er ist doch noch nicht so alt! … Bitte, bitten Sie ihn herzlich, er soll bitte nicht aufhören”, schrieb uns ein Leser aus Wien. Mails wie diese erreichten uns häufig in den letzten Wochen. Das hatte ich geahnt – und mit Albrecht Beutelspacher bereits über eine Fortsetzung gesprochen. So viel sei verraten: Ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres wird der Mathematik-Professor unser Heft auf seine unschlagbare Art und Weise mit einer neuen Kolumne bereichern und auf die heutige Bedeutung der Mathematik eingehen. Übrigens: Im November feiert das von Beutelspacher ins Leben gerufene „Mathematikum” zehnjähriges Jubiläum. Wie er die Idee dahinter heute sieht, erläutert er im bdw-Interview ab Seite 72.
Auf Seite 44 beginnt unser Titelthema über das am CERN wahrscheinlich nachgewiesene neue Elementarteilchen – das Higgs-Boson. Der Generaldirektor des CERN, der Deutsche Rolf Heuer, vergleicht die Teilchenphysik gerne mit einer grünen Wiese. Dort wäre das Higgs-Boson ein vierblättriges Kleeblatt. Über andere Kräuter auf der Wiese kann man derweil nur spekulieren. bdw-Redakteur Rüdiger Vaas schildert Ihnen, was möglich wäre – bis hin zu einer völlig neuen Physik. Nobelpreisträger David Gross äußerte im Gespräch mit Vaas die Vermutung, dass die Physik in einer ähnlichen Lage ist wie vor der Quantentheorie. „Man tappt allzu leicht in die Falle und glaubt, die theoretischen Instrumente wären bereits vorhanden.” Ein Irrtum, wie sich oft herausstellt. „Theoretischen Physikern passiert so etwas immer wieder.”
Die richtigen Instrumente hat Christian Jung. Seit er bei uns im Januar 2011 mit einem Beitrag über Parkinson debütierte, hat er für seine bdw-Beiträge schon drei Preise erhalten. Soeben wurde er für seinen Artikel „Die neue Bärenmarke” über einen Mischling aus Eis- und Braunbär, erschienen im Februar-Heft, mit dem 3. Platz beim Niedersächsischen Umweltpreis 2012 ausgezeichnet. Insgesamt hat Jung bei uns vier Beiträge veröffentlicht – nur eine Frage der Zeit also, dass der vierte preisgekrönt wird. Ausgezeichnet wurde auch Paul Langrock. Er erhielt den Journalistenpreis 2012 von der Agentur für Erneuerbare Energie – für sein Foto „Unter Strom in Berlin” (rechts), das wir in bdw 3/2012 vorstellten.




