Daniel ist ein armes Kind. Ein blasser Junge mit Hautausschlag, ungekämmtem fettigem Haar, einem fleckigen T-Shirt und einer zerschlissenen Jeanshose. Breitbeinig sitzt der Vierjährige in einer Ecke des Kindergartens und schlägt mit dem Kopf auf den Boden. Seine Spielgefährten meiden ihn, weil er oft aggressiv ist, sich selbst und andere kratzt oder beißt. Nicht immer sind die Folgen so krass und offensichtlich. Aber mit seinem Schicksal ist er nicht allein: Immer mehr Kinder leiden darunter, dass ihre Eltern in finanzielle Notlagen geraten. Was wie ein Klischee wirkt, ist für Erzieher immer häufiger alltägliche Realität. Jedes siebte Kind in Deutschland lebt in einer Familie, die weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung hat. Ein Blick in die Sozialhilfestatistik spricht Bände: Jeder Dritte, der von der staatlichen Hilfe lebt, war Anfang 2001 unter 18 Jahre alt – insgesamt etwa eine Million Kinder und Jugendliche. Dabei dürfte die Wirklichkeit noch schlimmer sein: Soziologen schätzen, dass bis zu 50 Prozent der Sozialhilfeberechtigten ihre Ansprüche nicht wahrnehmen, sei es aus Unkenntnis oder aus Scham. Doch am Einkommen allein kann Armut nicht gemessen werden, da sind sich Wissenschaftler einig. Seit einigen Jahren gehen sie deshalb neue Wege und versuchen zu ergründen, was Armut konkret für das Leben der Menschen bedeutet: Hans-Jürgen Andreß führte in Deutschland einen Ansatz zur Armutsmessung ein, der auf britische und niederländische Arbeiten zurückgeht: das „deprivationsbasierte Armutsmaß”. Der Bielefelder Soziologieprofessor erkundete in deutschen Haushalten, was die Menschen als einen „normalen, ausreichend guten Lebensstandard” ansehen. Als notwendig angesehen wurden danach: eine Wohnung ohne feuchte Wände, mit Bad oder Dusche, in einer guten Wohngegend, aber auch der Besitz eines Farbfernsehers, einer Waschmaschine und eines Telefons. Weiter zählen eine abgeschlossene Berufsausbildung dazu, eine warme Mahlzeit pro Tag und die Möglichkeit, sich bei Bedarf Zahnersatz oder eine Brille leisten zu können. Kinder und Jugendliche haben es nach dieser Befragung gut, wenn sie: • neben der Schulausbildung Musik, Sport oder Sprachen lernen können, • Geburtstage mit vielen Freunden feiern können, • ab zehn Jahren ein eigenes Zimmer haben, • Spielzeug oder Freizeitartikel wie Fahrrad, Computer oder Inlineskates ihr Eigen nennen. Lange wurden Kinder nur als „Armutsrisiko”, als Mitbetroffene oder gar nicht thematisiert. Bis in die neunziger Jahre galten Kinder, die in Armut aufwachsen, als seltene und daher zu vernachlässigende Randgruppe. Heute sind Kinder und Jugendliche nicht nur doppelt so oft, sondern auch deutlich länger von Armut betroffen als Erwachsene. Sie sind nicht mehr zu übersehen, weil Armut auch Familien der gesellschaftlichen Mittelschicht bedroht. Hauptursache für die Armut der Kinder ist die Arbeitslosigkeit ihrer Eltern. Fällt das Einkommen in einer Familie auch nur für kurze Zeit weg, kann das schnell zum finanziellen Engpass werden. Das gilt vor allem für Familien mit mehreren Kindern. Ein weiterer Grund: Trennungen und Scheidungen. Jede dritte Ehe wird heute geschieden, von jeder zweiten Scheidung sind Kinder betroffen. Es sind überwiegend Frauen, die als Alleinerziehende die „Restfamilie” ernähren müssen. Sie haben weniger Geld im Portemonnaie, zudem fehlen bezahlbare Angebote zur Kinderbetreuung, damit sie selbst einem Job nachgehen können. Mittellos zu sein, kann für Kinder ganz unterschiedliche Folgen haben: Hungrig, mit leerem Magen zur Schule gehen zu müssen oder krank zu sein, weil das Geld nicht für eine schimmelfreie Wohnung reicht, sind existenzielle Nöte. Aber auch die Seele leidet: Die Kinder schämen sich und fühlen sich ausgegrenzt, weil sie billige, „nicht-angesagte Klamotten” tragen und aus Geldmangel auf Klassenfahrten verzichten müssen. Oder sie werden wegen fehlender Statussymbole wie Handy oder Gameboy gehänselt. Sind die Familienbeziehungen intakt, können meist zumindest vorübergehende Zeiten knapper Kasse gemeistert werden. Doch oft sorgen die finanziellen Nöte der Eltern für „dicke Luft” in der Familie. Gerade Väter reagieren auf Arbeitslosigkeit gereizt, „da bei ihnen die in unserem Kulturkreis immer noch vorherrschende Rolle als Haupternährer für die Familie getroffen wird”, betonen der Bielefelder Sozialisationsforscher Prof. Klaus Hurrelmann und sein Kollege Andreas Klocke, Soziologieprofessor an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Die beiden Wissenschaftler konstatieren, dass sich in fast allen Fällen die Beziehung zwischen den Eltern verschlechtert – und damit das Erziehungsverhalten. „Die Kinder erleben Feindseligkeiten und Zurückhaltung ihrer Eltern, sie spüren die mangelnde Fähigkeit der Eltern, sie zu beraten und zu unterstützen”, so Klocke und Hurrelmann. Konfrontiert mit den alltäglichen Sorgen ihrer Eltern, verlieren sie ihren behüteten Raum, um eine unbeschwerte Kindheit genießen zu können. Wenn der vierjährige Daniel im Kindergarten mit dem Kopf auf den Boden schlägt, kratzt und beißt und wie ein Zweijähriger spricht – dann ist das eine Folge seiner familiären Armut. „Diese Störungen stehen zwar nicht direkt mit der materiellen Lage in Verbindung, sind aber über die massiven Erziehungsprobleme innerhalb einer Multiproblemfamilie zu erklären”, sagt Gerda Holz vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Frankfurt am Main. Im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat sie mit ihren Mitarbeitern in einer dreijährigen bundesweiten Studie die Hintergründe von familiärer Armut ausgeleuchtet. Auch Daniels Eltern standen Rede und Antwort. Beide sind arbeitslos. Die achtköpfige Familie wohnt auf engstem Raum in einer Plattenbausiedlung. Die Mutter fühlt sich durch die Erziehung ihrer sechs Kinder stark belas-tet und droht auch schon mal mit Abschiebung in ein Heim, erzählt sie. Wenn Daniel schmusen will, wird er zurückgewiesen. „Die Mutter ist zu dem Kind ruppig und hat nichts Liebes”, berichtet Daniels Erzieherin im Kindergarten. Die Formel, dass jeder Arme auch gewalttätig sei, gilt nicht. „Studien zeigen aber, dass lang andauernde Armut Gewalt in Familien begünstigt, oft verbunden mit Alkoholmissbrauch”, sagt Dr. Gerhard Beisenherz vom Deutschen Jugendinstitut in München. Das schlägt nicht nur körperliche und seelische Wunden. „Verheerend für die Kinder ist auch, dass sie Gewalt als legitimes Mittel lernen, um ihre Ziele durchzusetzen.” Verschärfend kommt hinzu, dass Arme vor allem in Großstädten in so genannte soziale Brennpunkte gedrängt werden – weil Wohnungen in besseren Gegenden für die Familien nicht zugänglich sind. Die räumliche Ausgrenzung hat Folgen für die Kinder. „Sie wachsen weit entfernt von den Zentren der Mittelschicht-Normalität auf, an deren Normen sie aber gemessen werden”, sagt Gerda Holz vom ISS. „Ihr Scheitern in dieser ,Normalität‘ ist vorgeprägt.” Denn in „ihrer Welt” ist die Chance geringer, sich so zu entwickeln wie Kinder aus so genannten besseren Vierteln. So gibt es oft kaum Anreize, Freizeit fantasievoll zu gestalten. Es fehlen Spielplätze, die nicht verwahrlost oder zerstört sind, und ein gut geführter Sportverein. Es mangelt an genügend Räumen in Jugendzentren und an kulturellen Angeboten, die zum Mitmachen anregen, wie Musik oder Theatergruppen. Eine gute Schulbildung könnte ein Sprungbrett in eine bessere Zukunft sein. Doch die wenigen Studien, die es dazu in Deutschland gibt, zeichnen ein anderes Bild: Kinder aus armen Familien schaffen deutlich seltener den Übergang an ein Gymnasium, wie eine Untersuchung von Wolfgang Lauterbach und Andreas Lange an der Universität Konstanz zeigt. Neben finanziellen Erwägungen ist vielen Eltern die Bildung ihrer Kinder schlicht egal, so die beiden Soziologen. Hausaufgaben werden nicht kontrolliert, die Kinder nicht zum Lernen motiviert. Auch dass Jugendliche die Schule abbrechen, um früh mit Gelegenheitsjobs Geld zu verdienen, wird von den Eltern meist nicht verhindert und oft sogar gefördert. In puncto Gesundheit bestätigen sich ebenfalls viele Klischees. So zeigte eine Studie von Klaus Hurrelmann, dass Schulkinder zwischen 11 und 15 Jahren aus Armutsfamilien häufiger unter Kopf- und Rückenschmerzen leiden, öfter nervös sind und schlechter einschlafen als ihre Altersgenossen aus wohlhabenderen Familien. Auch beim Essen gibt es Unterschiede: Cola, Hamburger und Kartoffelchips stehen häufiger auf dem Speiseplan als Milch, Vollkornbrot und Gemüse. Zudem ist gesundheitliches Verhalten weniger angesagt: Sie putzen sich seltener die Zähne, treiben weniger Sport, rauchen öfter und sitzen häufiger mehr als vier Stunden am Tag vor dem Fernseher. Ein schlechter Gesundheitszustand und risikoreiches Gesundheitsverhalten können zu einem Abgleiten in die Armut oder zu einer Verfestigung von Armut führen, sagt Dr. Andreas Mielck vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit Neuherberg: „Es kann sich daher ein Teufelskreis aus Armut und Krankheit bilden.” Das ist nicht nur für den Einzelnen bedrohlich, auch für die Gesellschaft kann das zum Problem werden. Arbeitsausfall oder Arbeitslosigkeit aufgrund von Krankheit belasten nicht nur die Geldbörse der Betroffenen, sondern auch die Kassen von Arbeitgebern und Staat. Ebenso wie der Mangel an Gesundheit kann auch der Mangel an Bildung die Kinder ins Abseits drängen. „Schon in der Kindheit”, so Gerhard Beisenherz vom DJI, „werden heute oft die Weichen gestellt, die aufs Abstellgleis der Gesellschaft führen.” Heute ist es wichtiger denn je, dass Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und das Einmaleins lernen, sondern auch üben, Teamgeist zu entwickeln und tragfähige soziale Beziehungen zu knüpfen. Wenn Kinder schon früh ausgegrenzt werden, lernen sie möglicherweise nicht, soziale Bindungen einzugehen, so Beisenherz. Diese mangelnden Erfahrungen wirken sich nachteilig auf das spätere Berufsleben aus, weil entscheidende Fähigkeiten fehlen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Oft reagieren Eltern auf die Spannungen, die eine Armutssituation innerhalb der Familie auslösen, mit übertriebener Härte bei der Erziehung ihrer Kinder. Vor allem Jungen suchen daraufhin anderswo Zuwendung und Anerkennung. „Dabei geraten sie oft schon früh in Cliquen, in denen auch Kleinkriminalität zum Alltag gehört”, sagt Beisenherz. Die polizeiliche Kriminalstatistik belegt, dass sich die Zahl der tatverdächtigen Kinder seit 1990 mehr als verdoppelt hat – exakt in dem Zeitraum, in dem auch der Anstieg der Kinderarmut konstatiert wird. „Das könnte die Vermutung begründen, dass Kinderarmut auch zu einer Vergrößerung des kriminellen Potenzials führt, wie es zumindest aus den USA oder auch Russland bekannt ist”, so der Jugendforscher. Welche langfristigen Folgen Armut für Kinder hat, ist bislang wissenschaftlich nicht geklärt. Es fehlen Längsschnittstudien, die das weitere Schicksal dieser Kinder verfolgen. So ist unbekannt, welcher Anteil an Armut als „ kritische Größe” anzusehen ist oder in welcher Phase der Kindheit und Jugend Armut sich besonders negativ auswirkt. Klar ist aber, dass Armut nicht unweigerlich die Entwicklungschancen der Kinder und Jugendlichen beeinträchtigt. „Viele meistern aktiv ihre Lebensumstände”, so Andreas Klocke und Klaus Hurrelmann. Positiv sind die Prognosen vor allem dann, wenn die Familie intakt ist, und die Eltern ihren Kindern auch in schwierigen Zeiten Halt geben und Selbstbewusstsein vermitteln. Auch die Zugehörigkeit zu Sportvereinen und Jugendverbänden scheint einen gewissen Schutz vor dauerhafter Ausgrenzung zu bieten, so die Forscher. Was der Gesellschaft in Deutschland durch wachsende Kinderarmut blüht, ist noch nicht exakt zu erfassen. Wissenschaftler sehen die Gesellschaft allerdings an einem Scheideweg angekommen: „Wir müssen uns entscheiden”, so Gerhard Beisenherz, „ob wir eine Solidargemeinschaft in einem Wohlfahrtsstaat sein wollen, in der Armut aufgefangen wird, oder eine Ellenbogengesellschaft, in der jeder sich selbst und seiner Armut überlassen wird – mit allen Risiken für die Gemeinschaft.”
Kompakt
Jeder dritte Sozialhilfeempfänger in Deutschland ist unter 18 Jahre alt. Kinder sind von Armut deutlich öfter und länger betroffen als Erwachsene. Es droht ein Teufelskreis aus Armut und Krankheit.
„Nicht immer nur nach der Politik rufen!”
bild der wissenschaft: Herr Prof. Heitmeyer, Sie sind Soziologe an der Universität Bielefeld, der Hochburg der deutschen Jugendforschung im weitesten Sinne. Immer mehr Kinder rutschen in Deutschland in die Armut. Gibt es neben den wirtschaftlichen gesellschaftliche Gründe, dass ausgerechnet die Jugend als Zukunftsträger schlechter gestellt wird? Heitmeyer: Es gibt zwei sich beeinflussende Prozesse. Einerseits nimmt die soziale Ungleichheit zu, zweitens breiten sich immer mehr „ prekäre” Lebens- und Arbeitsverhältnisse aus. bdw: Was verstehen Sie unter „prekär”? Heitmeyer: Damit sind neue Unsicherheiten gemeint, die sowohl die Arbeitswelt, das Vertrauen auf die Zukunft und die soziale Sicherung betreffen: Schon kleine Veränderungen können zu tiefreichenden materiellen Erschütterungen bei größer werdenden Gruppen führen – und zwar auch bei jenen, die bisher glaubten, aufgrund ihrer Qualifikation dauerhaft sicher zu sein. Leider wird die Prekarität hierzulande nicht als langfristig großes Problem gesehen, das den Zusammenhalt der Gesellschaft untergräbt. Vielmehr wird Prekarität verdeckt als „dynamisierendes Prinzip” verstanden, um damit angeblich Fortschritt und die Erhöhung von Gewinnraten zu erzielen. Eine kolossale Fehleinschätzung. bdw: Ist unsere Gesellschaft kinder-unfreundlich geworden? Heitmeyer: Eine Gesellschaft, die Prekarität als strategisches Mittel zulässt, ist in der Tat kinderunfreundlich. Es ist doch paradox, dass die Flexibilisierungsanforderungen an die Erwachsenen, und damit ja auch an Eltern, auf Touren gebracht werden– und gleichzeitig von den gleichen Leuten die traditionellen Familienwerte (gemeinsame Zeit etc.) eingefordert werden. bdw: Ist die Jugend wirklich, wie so oft behauptet wird, ohne jegliches Interesse an Entwicklung und Zukunft? Heitmeyer: Nein, man muss etwas anderes betonen, nämlich dass die Bedingungen des Aufwachsens schwieriger werden. Das Aufwachsen hat ja ein Doppelgesicht: Die Gestaltbarkeit von Lebenswegen wird größer, aber der Gestaltungszwang nimmt zu. Dies allerdings, ohne dass junge Menschen genau wissen, ob sie überhaupt Chancen und Optionen haben. Und sie wissen auch nicht, für was sie sich entscheiden sollen, um in der Gesellschaft eine Stellung oder Anerkennung zu erreichen. Ambivalenz wird so zum zentralen Lebensparadigma: Die Chancen zur Lebensgestaltung steigen, aber die Berechenbarkeit der Lebensplanung sinkt. Die prekäre Normalität wird zum Normalfall – und darauf reagieren Jugendliche unterschiedlich. bdw: Nämlich? Heitmeyer: Es sinken die Chancen, das zu erwerben, was für Kinder und Jugendliche das wichtigste ist – Anerkennung. Anerkennungsverweigerung oder Anerkennungszerfall hat drastische Folgen für das Selbstvertrauen. Anerkennung aber ist ein reziprokes Phänomen: Wer als Person nicht anerkannt wird, wird auch die sozialen Normen und zentralen Werte – wie etwa das Recht anderer auf Unversehrtheit – nicht mehr anerkennen. bdw: Wie wirkt sich das auf die gesellschaftliche Struktur der überschaubaren Zukunft aus, also in den nächsten 20 bis 30 Jahren? Heitmeyer: Es deuten sich soziale Desintegrationsprozesse an, das heißt: Die Teilhabechancen an materiellen und kulturellen Gütern werden knapper, die sozialen Zugehörigkeiten instabiler – mithin steigen die Anerkennungsprobleme. Wenn nicht umgesteuert wird, muss auch diese Gesellschaft, wie die in den USA und neuerdings auch die in Frankreich, den Repressionsapparat aufrüsten. bdw: Haben Sie eine Empfehlung für eine Änderung? Heitmeyer: Nun, ich bin kein Gesellschaftsarchitekt. Gleichwohl würde ich der gesellschaftlichen Öffentlichkeit – und nicht nur dem beliebten Abschiebebahnhof „Politik” – dringend empfehlen, intensiv darüber zu debattieren, wie man auch hierzulande zu einer neuen „Kultur der Anerkennung” kommen kann.
Lesen
H. Gerhard Beisenherz KINDERARMUT IN DER WOHLFAHRTS-GESELLSCHAFT Das Kainsmal der Globalisierung Leske und Budrich 2002, € 25,–
Hans-Jürgen Andreß LEBEN IN ARMUT Analysen der Verhaltensweisen armer Haushalte mit Umfragedaten Westdeutscher Verlag 1999, € 36,–
A. Klocke, K. Hurrelmann (Hrsg.) KINDER UND JUGENDLICHE IN ARMUT Umfang, Auswirkungen und Konsequenzen Westdeutscher Verlag 2001, € 36,–
Beate Hock, Gerda Holz, Renate Simme-dinger, Werner Wüstendörfer GUTE KINDHEIT – SCHLECHTE KINDHEIT? Armut und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland Abschlussbericht zur Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt ISS-Pontifex 4/2000
Kontakt
Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) Am Stockborn 7, 60439 Frankfurt a. M. Tel.: 069 | 957890 www.iss-ffm.de
Deutsches Jugendinstitut (DJI) Nockherstr. 2, 81541 München Tel.: 089 | 623060 www.dji.de
Internet
Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: www.bma.de
Forschungsprojekt der Arbeiterwohlfahrt in Zusammenarbeit mit dem ISS „Armut und Zukunftschancen bei Kindern und Jugendlichen”: www.awo.org/pub/alt/texte/armut/index.html
Gesundheitsberichterstattung des Bundes „Armut bei Kindern und Jugendlichen”: www.rki.de/GBE/HEFTE/ARMUT/ARMUT.PDF
Kathryn Kortmann / Thomas Müller





