hat einen einzigartigen Beruf: Er erteilt Schülern der Oberstufe in persönlichen Gesprächen intensive Berufsberatung und steht damit – nach eigenen Angaben – allein im Bundesland Hamburg. Die individuellen Beratungsstunden hat er während seiner aktiven Zeit als Gesamtschullehrer angeregt. Den dringenden Handlungsbedarf konnte er schon in den 1970er-Jahren nicht länger ignorieren. „Ich habe mit dem naiven Glauben angefangen, guter Wille würde schon ausreichen”, erinnert sich der Pragmatiker. Angesichts der neuen Herausforderungen folgten dann eine Fortbildung in Gestaltungspädagogik, eine Ausbildung zum Beratungslehrer und schließlich zum Gestalttherapeuten. Heute arbeitet der 72-jährige Pensionär zwei Tage die Woche als Schülerberater. Er analysiert Talente, vermittelt Adressen, überprüft Bewerbungsunterlagen und wird dabei nicht selten zum Ansprechpartner für die privaten Probleme der jungen Erwachsenen. Wenn die sich dann überschwänglich bedanken, winkt er ab: „Ich tu’ nur was für mich.”





