Nach dem Erfolg unseres Mehrteilers über das Zentrum für Marine
Umweltwissenschaften vor einem Jahr setzen wir die Reihe mit einem spannenden Report über Roboter fort. Solche Mehrteiler sollen Forschungskooperationen bekannt machen, die an großen Fragen unserer gesellschaftlichen Zukunft arbeiten. Um möglichst viele Forscherstimmen dafür einzufangen, ist es von Vorteil, frühzeitig eine Persönlichkeit zu finden, die für uns Weichen stellt.
Beim Roboterschwerpunkt über eine Kooperation mehrerer Münchner Institute unter dem Insiderkürzel CoTeSys entwickelte sich das so: Ende 2011 wurde der Erlanger Fotograf Kurt Fuchs beim deutschen preis für wissenschaftsfotografie mit dem ersten Preis „Einzelbild” ausgezeichnet. Sein Motiv: ein raffiniert inszenierter icub-Roboter von CoTeSys. Bei der Preisverleihung kam ich zufällig mit Uwe L. Haass ins Gespräch, dem General Manager bei CoTeSys. Ihm imponierte meine spontan geäußerte Idee, den in Fachkreisen weltweit bekannten Exzellenzcluster in einem breit gefächerten Beitrag vorzustellen. Im Frühsommer machten sich unsere Autoren daran, das Besondere an dem Forschungsverbund herauszufinden und darzustellen, warum erkenntnisorientierte – kognitive – Roboter in unserem Privatleben eine wichtige Rolle spielen werden. Das Ergebnis – mit einer neuen Fotoproduktion von Kurt Fuchs – stellen wir auf den Seiten 88 bis 111 vor. Darin enthalten ist eine Kritik, die der Sprecher von CoTeSys, Martin Buss, an der jüngsten Begutachtung im Rahmen der Exzellenzinitiative übt.
Auch den zweiten Schwerpunkt verdanken wir einer glücklichen Fügung. Schon lange hatte Thomas Willke den Auftrag, für unser Magazin auf große Fahrt zu gehen. Plätze für Journalisten sind auf Forschungsschiffen indes rar – schließlich nehmen sie nicht nur einem Forscher die Koje weg, sondern verlangen der Crew oft viel Geduld ab. Auch bei der Karibik-Cruise der Maria S. Merian sah es schlecht aus für Willke. Aber in letzter Minute durfte er doch an Bord. Seine Reportage, gefolgt von seinem Bericht über die deutsche Forschungsflotte, beginnt auf Seite 40.
Selbst unsere Titelgeschichte basiert auf einer Prise Glück. Vor einem Jahr ist Maren Emmerich im Rahmen der „Einführung in den Wissenschaftsjournalismus” – eines Seminars an der Universität Tübingen, angeboten von bdw-Redakteurin Judith Rauch – der Frage nachgegangen, ob es noch Universalgenies gibt. Jetzt hospitierte Emmerich – Mitglied des Hochbegabtenvereins Mensa – bei bdw. Bei einer Titelthemenkonferenz kam uns die Idee, ihren Bericht für unsere Leser zu erweitern. Zusammen mit Judith Rauch hat sie eine spannende Titelstrecke entwickelt.





