Daß Bakterien und andere Mikroorganismen giftige Schwermetalle wie Cadmium oder Nickel in verschmutzten Gewässern an sich binden können, ist schon lange bekannt. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Innsbruck ein praxistaugliches biologisches Verfahren entwickelt, metallhaltiges Abwasser zu reinigen. Kernstück ist ein Sandfilter, auf dessen Oberfläche die metallbindenden Bakterien leben. Der Sand zirkuliert in dieser Konstruktion einmal pro Tag. Dabei wird die metallhaltige Biomasse aus dem Filter entfernt und anschließend verbrannt. In der größten von vier Pilotanlagen konnten so 30 Kubikmeter Abwasser pro Stunde gereinigt werden.
Hans Groth




