Bei den Lehrenden an deutschen Universitäten und Fachhochschulen ist die Unzufriedenheit mit dem Bachelor-Master-Studium nach wie vor sehr groß. Zu diesem Ergebnis kommen Harald Schomburg, Choni Flöther und Vera Wolf von der Universität Kassel, die im Auftrag der Hochschulrektorenkonferenz eine entsprechende Studie durchgeführt haben. Danach sind nur 15 Prozent der Universitätsprofessoren mit der Bachelor-Master-Struktur zufrieden, bei ihren Kollegen an den Fachhochschulen sind es immerhin doppelt so viele. Auch ein Großteil des wissenschaftlichen Mittelbaus steht der Studienform skeptisch gegenüber.
Hauptgrund für die Kritik ist, dass das Bachelorstudium zu einer unangemessenen Verschulung von Lehre und Studium beigetragen habe, was sich sehr negativ auf die Qualität des Studiums auswirke. Gleichzeitig müsse mehr Zeit für Bürokratie aufgewendet werden, was wiederum auf Kosten der Forschung gehe. Außerdem habe sich die Hoffnung auf einen deutlichen Rückgang der Studienabbrüche nicht erfüllt.





