Herzlichen Dank für den informativen, locker und amüsant geschriebenen Bericht! Sie lassen allerdings die Frage offen, was eigentlich passieren soll, wenn wir außerirdische Signale aufnehmen. Auf menschenähnliche Wesen können wir gut verzichten (man denke an Kolonialisierung und Versklavung in den vergangenen Jahrhunderten). Wer sagt uns, ob die extraterrestrischen Wesen nicht eine Bedrohung für uns sind? Wer entscheidet über die Kontaktaufnahme? Wenn ich mir die dazu notwendigen internationalen Entscheidungsprozesse vergegenwärtige, sind die Außerirdischen bestimmt längst gelandet, bevor wir entschieden haben, ob wir das gut finden.
Jürgen Sievers, Büdelsdorf
Wir müssen uns mächtig dafür schämen, was täglich über Radio- und TV-Sendungen von der Menschheit berichtet wird. In dieser Entwicklungsstufe will ein hochentwickeltes Wesen keinen Kontakt mit uns aufnehmen. Wollten wir mit den Außerirdischen sprechen, dann müssten wir gemäß der bisherigen Theorie riesige Energiemengen anwenden, um derartige Wellen zu senden. Erst wenn wir diese Energiemengen beherrschen und uns dabei nicht selbst zerstört haben, werden wir in den Kreis der kosmischen Intellektuellen aufgenommen werden. Denn das wäre der Nachweis unserer Vernunft. Thomas Stiegler, per E-Mail
Welches Naturgesetz besagt denn, dass Außerirdische nur mit primitiven Radiosignalen kommunizieren, auf welchen Frequenzbändern auch immer? Der denkbare Bereich Telepathie wurde vollkommen vernachlässigt und auch technisch überlegene Kommunikation, die nicht durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist. Davon ausgehend, dass technologisch fortgeschrittene Zivilisationen schon einige Schritte weiter sind als wir, haben wir hier einfach nicht das passende Instrumentarium zur Kommunikation, so wie ein altmodisches Schloss aus dem Mittelalter nicht zu modernen elektronischen Schließmechanismen passt.
Norbert Schulz, Dietingen
Jeder vernunftbegabte Extraterrestrische würde dem gefährlichsten Virus des Universums keine Chance geben, sich interstellar zu verbreiten … sondern abwarten, bis sich diese Ausgeburt der Hölle in Quarantäne selbst zerstört.
Michael Odenwaeller, per E-Mail
RELIGION – WARUM MENSCHEN GLAUBEN
Heft 1/2010
Gott „wohnt” nicht im Gehirn, ebenso wenig wie die Quantenphysik im Gehirn von Max Planck enthalten war. Zu einem bestimmten Bild von Gott kommt es infolge einer geistigen Durchdringung und Verarbeitung bestimmter religiöser Tiefenerlebnisse oder Transzendenzerfahrungen. Von solchen Erfahrungen, die in der Religionswissenschaft zuhauf bekannt sind, ist in dem Artikel leider weniger die Rede, während an der Oberfläche bleibende soziologische Untersuchungen breiten Raum einnehmen.
Dr. Wennemar Schweer, Rheda-Wiedenbrück
Ich bin sehr an Hirnforschung interessiert. Aber Ihre Suche nach Gott kommt mir etwa so vor wie die Suche im Tintenfass nach der Entstehung eines gedruckten Textes. Auch bei den genannten Gläubigen scheint es sich, neben wirklich Kranken oder Fanatikern, eher um die Sorte zu handeln, die ihren Glauben an Gott von den Eltern übernommen hat, ohne ihn zu hinterfragen, und bei denen der Glaube dann zur Bewältigung ihres Schicksals, ihrer Ängste oder Fehler herhalten muß.
Monika Gottschling, per Fax
KOSMISCHE NAVIGATEURE
Heft 2/2010
Auf Seite 50 steht: „Nun schauen die Forscher wieder zum Raketenbahnhof Plessezk.” Es ist wahr, dass der ursprüngliche CryoSat von Plessezk aus startete. Sein Nachfolger CryoSat-2 wird aber von der russisch verwalteten Exklave Baikonur in Kasachstan starten.
Stephen Luck, per E-Mail
Sie haben recht! Die geplante Rockot-Rakete konnte den von der ESA gewünschten Starttermin nicht gewährleisten. Deshalb bekam die Dnepr-Rakete den Zuschlag – der Grund für die Verlegung des Starts nach Baikonur. Die Redaktion
Das in dem Beitrag „Kosmische Navigateure” beschriebene Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik bei Bonn liegt nicht auf dem Wachtberg, sondern in der Gemeinde Wachtberg, Ortsteil Berkum. Der Wachtberg ist vom Standort des Instituts eine Ecke weg. Die Kuppel, die weithin sichtbar ist, wird im Volksmund übrigens „Fußball” genannt.
Ernst Willenbrock, per E-Mail
Das stimmt. Wir bitten um Entschuldigung. Die Redaktion
REZEPTUREN GEGEN DEN FACHKRÄFTE-MANGEL
bdw-plus „Lichtblicke”, Beilage in Heft 1/2010
Ich habe die Lösung gefunden: Leute einstellen! Im bdw-plus (Interview mit Günther Oettinger, Anm.d.Red.) ist die Rede von 64 000 nicht besetzten Ingenieursstellen. Dem stehen mindestens 20 000 Ingenieure gegenüber, die 2009 arbeitslos waren (Quellen: statista, focus). Also warum sich nicht aus diesem Pool potenzieller Arbeitskräfte bedienen?
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist ein Mythos. Ich bin seit August 2009 Absolvent eines Ingenieurstudiengangs und bisher erfolglos arbeitssuchend. Ich habe kein einziges Mal während Ferienarbeiten, Praktika und Diplomarbeit in renommierten Betrieben mitbekommen, dass ein Mangel an Ingenieuren bestünde. Die Nachfrage nach Studenten ist indes enorm. Nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses werden die billigen und fleißigen Helfer mit einem guten Zeugnis und einem warmen Händedruck in die Arbeitslosigkeit entlassen.
Andreas Schmitt, per E-Mail
DEUDSCH – WAS WIRD AUS UNSERER SPRACHE?
Titelgeschichte Heft 2/2010
mit großem interesse habe ich die aktuelle ausgabe ihres hefts gelesen. ich bin selbst linguist und schreibe in der virtuellen welt des internets bis auf wenige ausnahmen generell klein. allerdings versuche ich dabei zumindest größtenteils die satzzeichen korrekt zu setzen. ein wenig inkonsequent, wie man mir vorwerfen mag. für mich ist das fast eine art „code switching” , denn ich kann – obwohl ich in meinem alltag größtenteils auf korrekte schreibweisen verzichte – hochsprachlich korrekt schreiben. normative sprachauffassungen lehne ich grundsätzlich ab, weshalb ich mit purem (positivem) interesse die entwicklung unserer muttersprache weiter verfolgen werde.
paul schmidt, universität tartu, per e-mail




