Auf engste Verflochten sind im Gehirn Strukturen, die mit Lernen und Gedächtnis zu tun haben, und Zentren, die Affekte und Gefühle vermitteln. Mitten durchs Hirn schlängelt sich der Hippocampus, der zentrale Organisator aller bewusstseinsfähigen Gedächtnisinhalte (Fakten, Episoden, Vertrautheit). Ihm ganz eng benachbart ist der Mandelkern (Amygdala), der bei Gefahr anspringt und automatische Flucht- und Kampfreaktionen triggert. Das Mesolimbische System dagegen ist die „Spaßbahn” beim Lernen: Im unteren Tegmentum wird Dopamin, der Stoff der Belohnungserwartung, gebildet. Spezielle Nervenstränge transportieren das Dopamin sowohl in den Nucleus accumbens, der Opioide bilden kann, als auch direkt ins Frontalhirn, wo die Opioide als Belohnung ausgeschüttet werden. Vom Locus coeruleus aus steuern Nerven, die Noradrenalin freisetzen, die Aufmerksamkeit. Sie aktivieren Spaß- und Stressbahn gleichermaßen. An der Stressreaktion beteiligt sind die Hypothalamischen Kerne und die Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Sie gibt einen Botenstoff ins Blut ab, der die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol aus den Nebennieren bewirkt.




