Ob unsere enge Verwandtschaft mit den Menschenaffen auch beim Gehen sichtbar ist, hat die Biologin Angelika Hofstetter von der Freien Universität Berlin mit Hilfe von computergestützten 3-D-Bewegungsanalyse-Systemen untersucht. Das Ergebnis: Obwohl ein auf zwei Füßen schreitender Gorilla auf den ersten Blick einem gehenden Menschen mit aufrechter Haltung ähnelt, finden sich beim Vergleich nur wenig Gemeinsamkeiten.
Während der Mensch seine Arme – diagonal zur Fußfolge – abwechselnd vor- und zurückschwingt, schwenkt ein auf zwei Beinen gehender Gorilla sie nicht entgegengesetzt zum Schwungbein. Trottet ein Menschenaffe jedoch auf allen vieren, bewegt er auch die Arme diagonal zu den Beinen: Eines der Indizien dafür, daß die Hominiden (Vormenschen), als sie sich vor Millionen von Jahren aufrichteten, Charakteristika der Fortbewegung auf allen vieren beibehielten.





