Ganze 13 Häuser und mehr als 70 Wohnungen in und um Bonn und Wien rühmen sich, Ludwig van Beethoven beherbergt zu haben. Im Internet kann man sie alle besichtigen: auf der Homepage des Bonner Beethoven-Hauses, der Geburtsstätte des umzugsfreudigen Komponisten. Der Verein Beethoven-Haus, der seit über 100 Jahren ein Museum, Archiv und Forschungsinstitut in dem alten Bürgerhaus unterhält, stellte die Website im Frühjahr ins Netz. Erstellt wurde sie gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation in Sankt Augustin. In Ton- und Bilddokumenten erfährt man auf www.beethoven-haus-bonn.de, was van Beethoven komponiert und geschrieben hat. Man kann in handgeschriebenen Notenblättern, Skizzen und Briefen des Komponisten blättern, auf einem virtuellen Rundgang durch die Räume des Museums wandeln oder in dessen Shop einkaufen gehen. Dort stehen über 700 verschiedene Souvenirs zur Auswahl – vom Beethoven-Bleistiftset über Kölsch-Gläser mit Beethoven-Motiv bis zu einer rund 1200 Euro teuren Büste des Komponisten aus Bronzeguss. Eine elektronische Pinwand bietet Sammlern Gelegenheit, Literatur über Ludwig van Beethoven zu tauschen. Für Liebhaber klassischer Musik sehr nützlich: ein Konzertkalender, in dem man gezielt nach Konzerten bestimmter Künstler oder Komponisten suchen kann. Die Eintrittskarten können online bestellt werden. Auch einen Einblick in die Arbeit des Forschungsarchivs bietet die Homepage. Dort suchen Historiker zum Beispiel nach verschollenen Werken van Beethovens oder versuchen die Identität rätselhafter Liebschaften des Komponisten zu ergründen.
Ralf Butscher




