Wenn Menschen Musik hören, nehmen sie deren Rhythmus wahr und können sich im Takt dazu bewegen – sei es klatschen, tanzen, mit dem Fuß wippen oder mit dem Kopf nicken. Für dieses Rhythmusgefühl ist es erforderlich, komplexe musikalische Muster zu erkennen und vorhersagen zu können und zugleich die eigene Motorik damit zu koordinieren. Diese Fähigkeit, Bewegung mit Rhythmus zu synchronisieren, entwickelt sich schon bei Kleinkindern, gilt aber als selten im Tierreich. Denn nur bei Menschen, einigen Singvögeln und einzelnen Individuen anderer Arten wurde eine solche Isochronizität beobachtet. Das wirft die Frage auf, wie sich diese Fähigkeit im Laufe der Evolution entwickelt hat und welche Hirnstrukturen dafür nötig sind.





