Die Grundlagen für ein Atemtestgerät, das vor Mundgeruch warnt, hat Alfred Sanz-Medel von der Universität Oviedo entwickelt. Mundgeruch kann viele Ursachen haben, zu 90 Prozent sind aber flüchtige Schwefelverbindungen schuld. Sie entstehen, wenn sich Bakterien im Mund über eiweißhaltige Speisereste hermachen. Das brachte den spanischen Chemiker auf eine Idee: „ Mit einem Nachweis dieser Verbindungen in der Atemluft könnte jeder prüfen, ob es beim Küssen vielleicht ein Problem gibt.” Die bisherigen Geräte waren unhandlich und wenig präzise. Der Forscher hat einen Analysator entwickelt, der im Hosentaschenformat produziert werden könnte. Er macht nur eine chemische Reaktion sichtbar: Wenn die flüchtigen Schwefelverbindungen mit einer quecksilberhaltigen Substanz reagieren, entsteht eine Fluoreszenz. Steigt die Konzentration an Schwefelverbindungen, wird mehr Licht abgestrahlt. So kann jeder sofort auf einen Blick feststellen, wie gut sein Atem ist.




