Das Buch ist weit mehr als ein Lexikon. Es bietet auch manche vergnügliche Anekdote: zum Beispiel, welche Rebsorte die römische Kaiserin Livia mit 86 Jahren bevorzugte.
Und der Chemiker Stephan Berry verschweigt auch nicht, dass manche Ergebnisse aus dem Labor enttäuschend sind. So erfüllten sich die hohen Erwartungen nicht, die Historiker an die Analyse römischer Tabletten hatten. Man hatte die mutmaßliche Medizin, gefunden in einem wasserdichten Zinnbehälter in einem römischen Schiffswrack, im Labor auf ihre Bestandteile untersucht. Resultat: Statt einer Sensation fanden die Chemiker Reste von Möhren, Sellerie, Hibiskus und Schafgarbe. Die Suche nach dem Rezept für die Götterspeise Ambrosia geht weiter.
Dirk Husemann




