Winzige Röhrchen aus Kohlenstoff können Sonnenlicht stark konzentrieren – und ermöglichen dadurch den Bau sehr kleiner und dennoch leistungsfähiger Solarzellen. Jetzt haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge bei Boston eine Antenne mit solchen Kohlenstoff-Nanoröhrchen entwickelt. Sie ist etwa 10 Mikrometer lang und 4 Mikrometer dick und enthält insgesamt rund 30 Millionen Nanoröhrchen. Die Faser besteht aus zwei einander umschließenden Schichten aus unterschiedlichen Arten von Nanoröhrchen. Photonen des Sonnenlichts, die auf die äußere Schicht treffen, regen den Kohlenstoff darin an, der dadurch Energie aufnimmt. Die Energie strömt ins Innere der Faser, wo sich Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit anderen elektronischen Eigenschaften befinden. Ein Halbleiter-Material, das im Kern der Faser eingebettet ist und als Solarzelle fungiert, kann die so konzentrierte Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln. Die MIT-Forscher um den Chemieingenieur Michael Strato gehen davon aus, dass sich diese Methode, Licht einzufangen und zu sammeln, auch für Nachtsichtgeräte und Teleskope nutzen lässt.




