Allein die Angst vor Mobilfunkmasten kann krank machen. Das ergab eine Untersuchung britischer Wissenschaftler der Universität von Essex. Die Experten testeten 44 Personen, die behaupteten, elektromagnetische Strahlung spüren zu können, und sich von ihr gesundheitlich beeinträchtigt fühlten. Für den Test hielten sie sich dreimal für jeweils 50 Minuten in einer Kabine auf, in der eine verborgene Antenne stand. In zufälliger Reihenfolge war sie während der gesamten Sitzung entweder abgeschaltet, oder sie sendete GSM- oder UMTS-Sequenzen. Die Probanden sollten angeben, ob die Antenne aus- oder angeschaltet war. Ihre Trefferquote betrug etwa 50 Prozent und lag somit im Zufallsbereich. Während der Tests fühlten sich die Personen häufig ängstlich, erregt, müde oder abgespannt. Doch diese Störungen waren bei ihnen genauso häufig, wenn die Antenne Sendepause hatte.
Auch 114 „normale” Testpersonen aus einer Kontrollgruppe konnten nicht unterscheiden, ob die Antenne gerade sendete oder nicht. Doch im Unterschied zu den „Elektrosensitiven” sahen sie ihr Wohlbefinden während der Sitzungen deutlich weniger beeinträchtigt. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass es vor allem die Angst vor der Strahlung ist, die die Gesundheit beeinträchtigt. Allerdings schränken sie ein, dass ihre Untersuchung keine Aussagen über mögliche Langzeitschäden durch die Mobilfunkstrahlung erlaubt.





