Ein Elektromotor erzeugt die Drehbewegung in Werkzeugmaschinen. Sie wird von einem Getriebe, Riemen oder einem anderen Bauteil zur Antriebsspindel übertragen. Die Antriebsspindel wiederum ist mit dem Werkzeug oder Werkstück verbunden – je nachdem, welches Teil fest und welches beweglich ist. Getriebe haben zwar den Vorteil, dass sie variable Drehzahlen und Drehmomente ermöglichen. Je nach dem eingelegten Gang dreht sich der Bohrer dann schneller oder langsamer. Doch hohe Drehzahlen von etwa 20 000 Umdrehungen pro Minute sind mit diesem Antriebsprinzip nur schwer zu erreichen. Denn je höher die Drehzahl im Getriebe wird, desto größer sind die Reibungsverluste. Eine Werkzeugmaschine mit Getriebe und hohen Drehzahlen zu bauen, wäre daher nicht wirtschaftlich. Das Antriebsprinzip von Motorspindeln ist ein anderes: Eine Motorspindel ist eine Kombination aus Motor und Antriebsspindel. Ein Getriebe gibt es nicht mehr, auch keine anderen Übertragungselemente. Die vom Elektromotor erzeugte Drehbewegung geht direkt auf die Antriebsspindel über. Drehzahl und Drehmoment sind bei diesem Prinzip nicht mehr variabel.




