Wenn es um die Verordnung von Migräne-Medikamenten geht, sind Ärzte bei sich selbst viel zurückhaltender als bei ihren Patienten. Nach einer Studie der Universität Münster nimmt nur jeder zweite deutsche Kopfschmerz-Experte, der selbst unter Migräne leidet, auch Anti-Migräne-Wirkstoffe (Triptane) oder Schmerzmittel ein. Wenn dagegen ein Patient mit denselben Beschwerden in die Praxis kommt, erhält dieser fast in jedem Fall ein entsprechendes Rezept. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Jeder zweite Kopfschmerz- Spezialist klagt gelegentlich selbst über Migräne – in der normalen Bevölkerung liegt dieser Anteil nur bei 15 Prozent. Als Grund vermuten die Forscher, dass die eigene Krankheit das Interesse am Beruf geweckt hat.





