Über 7000 Jahre alte Brunnen haben Archäologen beim sächsischen Zwenkau, 15 Kilometer südlich von Leipzig, entdeckt. Sie sind Teil einer Siedlung der Bandkeramiker, die nach ihren Töpferwaren benannt werden und von Ackerbau und Viehzucht gelebt haben. 200 bis zu 30 Meter lange Hausgrundrisse sind von der Siedlung bereits freigelegt worden. Überraschend war die Entdeckung zweier vier Meter tiefer Brunnen. Der eine bestand aus einem 80 Zentimeter dicken ausgehöhlten Ahornstamm, der andere war mit Eichenbalken ausgekleidet. Michael Friedrich, Dendrochronologe am Botanischen Institut der Universität Stuttgart-Hohenheim, hat die Jahresringe der Hölzer analysiert. Ergebnis: Die Bäume wurden circa 5200 v. Chr. gefällt. Damit sind die Brunnen die ältesten bekannten Holzbauten der Welt.
Rüdiger Vaas




