Theobald Lohmüller im bdw-Gespräch
Wie war die Arbeit mit Motten? Hatten Sie Berührungsängste?
Berührungsängste gab es keine. Die Kollegen schüttelten anfangs aber schon mal den Kopf, als ich am Abend über den Campus lief und Nachtfaltern hinterherjagte. Die Insekten zu fangen, um ihre Augen zu untersuchen, war allerdings ein lustiger und inspirierender Einstieg in das Projekt.
Soll Ihre Entwicklung bald in der Praxis zum Einsatz kommen?
Ich würde mir natürlich wünschen, dass die Methode irgendwann zum Einsatz kommt, etwa in Mikroskopen. Das hängt davon ab, wie sich die neue Entwicklung in der Praxis, vor allem im Vergleich zu etablierten Technologien, bewährt. Das Projekt war eine Kooperation mit der Firma Zeiss und das Verfahren selbst ist patentiert.
Womit beschäftigen Sie sich derzeit in Berkeley?
Ich arbeite daran, die Oberfläche einer Zelle künstlich nachzubauen und dabei die physikalischen und chemischen Eigenschaften kontrolliert zu beeinflussen. Diese Plattform soll später einmal dabei helfen, die Interaktion zwischen lebenden Zellen und ihrer Umwelt genauer zu untersuchen und zu verstehen.




