Ich war zehn Jahre alt, als ich 1968 zum ersten Mal eine Sendung von Prof. Heinz Haber (speziell produziert für Kinder) gesehen habe. Er war fortan der Held meiner Kindheit. Ich habe jede Sendung gesehen und war sehr enttäuscht, als sie eingestellt wurde. Ich wollte unbedingt seine Laufbahn einschlagen.
Jahre später habe ich durch Zufall erfahren, daß Heinz Haber der Begründer von bild der wissenschaft ist. Selbstverständlich habe ich sofort abonniert und bin noch immer begeistert. Aus mir ist kein Wissenschaftler geworden (technischer Zeichner in einem Ingenieurbüro für Haustechnik), aber ich möchte nach wie vor – dank bild der wissenschaft – über den Tellerrand der normalen Informationen über wissenschaftliche Ergebnisse blicken. Vielen Dank für 50 Jahre.
Sonja März, Karlsruhe
Es kann für Sie doch keine größere Bestätigung geben, als so lange am Markt zu sein. Etwa 1965 hat mein Vater (der am 5. Februar 2014 75 Jahre alt wurde) ein Abonnement der Zeitschrift erworben. Dieses habe ich bis heute weitergeführt und besitze noch fast alle Hefte. Es ist spannend, hin und wieder eine der älteren Ausgaben in die Hand zu nehmen. Weiter so!
Olaf Stenzel, per E-Mail
Das bdw-Team
Heft 2/2014
Sicherlich hat das Redaktionsteam mehr organisatorische Aufgaben, und die Beiträge stammen von freien Autoren. Trotzdem spiegelt die Zusammensetzung des Teams eine Tendenz wider, die mir nicht gefällt. Ich habe früher einfach alles in Ihrer Zeitschrift gelesen, heute lasse ich vieles aus.
Im Editorial liest man: „Forschung ist in Deutschland noch immer nicht dort angekommen, wo sie in unserem an Bodenschätzen armen Land hingehört.” Und welchen Beitrag können da Psychologen, Germanisten, Philosophen und sonstige Gesellschaftswissenschaftler leisten? Zweifellos darf man über Themen nachdenken, welche den exakten Wissenschaften nicht zugänglich sind. Nur sehe ich da einen Qualitätsverlust. Früher gab es Juristen und Philosophen, welche gleichzeitig berühmte Mathematiker waren, zum Beispiel Fermat, Descartes, Leibniz. Kommen heute solche Doppelqualifikationen noch vor, oder ist das eine für die mehr und das andere für die weniger Intelligenten?
Dabei sind die Sozialwissenschaftler heute obenauf, geben den Ton an und bestimmen die Politik. Sie sehen die Welt wie unsere Katze: Sie betrachtet sich als Herrin des Hauses, hält uns für ihr Personal und ist sicherlich überzeugt, dass es nichts auf der Welt gibt, was sie nicht versteht. In keiner Weise macht sie sich klar, dass sie ihr gutes Leben ausschließlich uns verdankt. Also: Ich bitte um mehr Naturwissenschaft, mag auch Archäologie, aber weniger Soziales.
Dr. Hermann Hinsch, Hannover
50 Highlights
Titelgeschichte Heft 2/2014
Als die Amerikaner auf dem Mond landeten, war ich 15 Jahre alt, begeisterter Perry-Rhodan-Leser und elektrisiert von dem epochalen Ereignis. Heute bin ich 60 und frage mich: Was hat es gebracht? Nichts! Die Amerikaner gewannen einen unnötigen Wettlauf, mehr war nicht. Die Erfindung des Reißverschlusses ist bedeutender gewesen als die Mondlandung. Die Welt wird nur durch Entwicklungen verändert, die für viele Menschen einen praktischen Nutzen oder Wert haben. Das Internet auf Platz 1? Ja! Es fehlen in ihrer Liste: Farbfernseher, 3D-Fernseher, die digitale Fotografie, Navigationssysteme, Handys, PCs und Musik auf CD.
Helmut Losert, Mannheim
Ihre Meinung ist gefragt
Leserforum Heft 2/2014 zum Thema Magenverkleinerung
Als Erster in Deutschland habe ich 1994 in minimalinvasiver Technik bei pathologischer Adipositas – bei einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 40 – das Magenband implantiert und in der Folge mit meinen Mitarbeitern circa 400 Patienten operiert.
Eine kritische Analyse der postoperativen Verläufe (die Analyse ist publiziert) zeigte, dass Probleme in der Regel durch ein Fehlverhalten der Patienten auftraten. Im Grunde hätte nur jeder Fünfte operiert werden sollen. Das wären auch diejenigen gewesen, die auf lange Sicht von der Operation uneingeschränkt profitierten.
Mein Fazit lautet: Man kann die Auswahl der Patienten für ein magenverkleinerndes operatives Verfahren nicht streng genug treffen, und ohne konsequente langjährige Kontrolle, die von Seiten der Klinik geleistet werden muss, geht es schon gar nicht. Dann nämlich würden Suizide, Drogenmissbrauch und die diversen Folgen von Ernährungsschäden eher vermieden werden können. Fälle von Suiziden und von Drogenmissbrauch sind mir persönlich nicht bekannt.
Wenn die Auswahl der Patienten für eines der bekannten operativen Verfahren entsprechend streng und unter Hinzuziehung von internistischen und psychologischen Experten im Team getroffen wird, sollte der Eingriff auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Leider aber wird die Indikation zur Operation bei Selbstzahlern eher großzügig gestellt.
Prof. Ulrich W. Kunath, per E-Mail




