PATRICK STEIN- HAGEN (*1990) studiert Betriebswirtschaft an der Carnegie Mellon University in Katar.
Wie kamen Sie auf die Idee, nach dem Abitur in der „Education City” von Doha zu studieren?
Ich wollte in englischer Sprache studieren und internationale Erfahrungen sammeln. Mein Vater war damals beruflich am Golf unterwegs. Mich hat das Konzept überzeugt, dass Studium und Abschluss gleichwertig sind mit denen in den USA. Und letztlich hat es sich auch finanziell angeboten: Ich bekam ein Vollstipendium über 42 000 Dollar pro Jahr.
Einfach so?
Die Schulnoten haben schon eine Rolle gespielt, auch die Vorstellungsgespräche. Diese Förderung erhalten längst nicht alle ausländischen Studierenden in Katar.
Und wie läuft das Studium?
Sehr gut. Ich habe viele Kurse zum Thema Finance und Investment Banking gewählt. Als Nebenfach mache ich internationale Politik. Das nächste Semester werde ich auf dem Muttercampus in Pittsburgh verbringen.
Wie ist das Studentenleben in Doha?
Wenn man hier über den großen, etwas aufgeblähten Campus läuft, sieht man sehr wenige Menschen. Dafür kann ich mit Freunden Wasserpfeife rauchen, Jetski fahren oder mit dem Jeep die Wüste erkunden.
Haben Sie Kontakt zu Einheimischen?
Sie bilden oft eigene Gruppen, aber wir haben schon mit ihnen zu tun. Meine engeren Freunde wohnen aber wie ich im Studentenwohnheim. Die meisten kommen aus Asien.
Könnten Sie sich vorstellen, langfristig in Katar zu wohnen?
Wer weiß, vielleicht führt mich meine Karriere irgendwann hierher zurück. Nur den Sommer möchte ich nicht in Katar verbringen. 50 Grad sind mir einfach zu heiß.




