Die Bundesregierung will den Universitäten in Deutschland helfen, Patente und Erfindungen wirtschaftlich besser zu vermarkten. Dafür sollen die Hochschulen bis zum Jahr 2004 insgesamt 100 Millionen Mark aus der UMTS-Lizenzversteigerung bekommen. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn: „Mit dem Geld sollen die Universitäten professionelle Agenturen beauftragen, die die Patentanmeldungen durchführen und sich um die Verwertung der Erfindungen kümmern. Bisher liegt ein großes Innovationspotential an den deutschen Hochschulen brach.” Die Agenturen müssen allerdings ein schlüssiges Konzept vorweisen können, das die Umsetzung der Patente in wirtschaftliche Produkte sicherstellt. Ist ein Patent angemeldet, erhält die Universität zusammen mit der Verwertungsagentur 70 Prozent der Lizenzeinnahmen, die Hochschullehrer – die Erfinder – bekommen 30 Prozent.
Hans Groth




