steht nicht nur das Boot der Archäologin, sondern standen auch die Grabungsarbeiten im jetzt stillgelegten Braunkohlebergbau Zwenkau bei Leipzig. Im Zuge der Abbauarbeiten fraßen sich die Braunkohle-Bagger durch die Landschaft und setzten die Archäologen unter Zeitdruck. Dabei brachten sie in der mit rund 87 Hektar größten Grabungsstelle Europas sensationelle Funde ans Licht. Dazu gehören zwei etwa 5000 Jahre alte Brunnen. „Jetzt sind die Grundwasserpumpen abgestellt und der Zulauf von der Elster ist geöffnet, sodass das Areal in fünf bis zehn Jahren voll gelaufen sein wird”, bedauert der Fotograf Jörg Gläscher. Das symbolträchtige Segelboot, das Gläschers Kindern zu Hause als Sandkasten dient, haben er und seine Helfer mit vereinten Kräften auf den Hügel geschafft. Um die Talfahrt zu verhindern, war das Boot mit einem Seil gesichert – das bei der Computerbearbeitung hinterher per Mausklick verschwand.




