Am 10. Januar berichtete bild der wissenschaft von dem 4.000 Jahre alten Pfostenkreis “Seahenge” bei Holme-next-the-Sea vor der Küste Norfolks. Ein weiteres, noch größeres “Seahenge” das nur etwa 150 Meter vom ersten entfernt liegt, mussten die Wissenschaftler nun in ein Hügelgrab umdeuten. Das Holz des Kreises war bei Ebbe ans Tageslicht getreten, nachdem Stürme den Sand des Meeresbodens weggespült hatten.
Der neue Fund ist fast zweimal so groß wie der Erste, aber von anderer Konstruktionsweise. Die Nähe der beiden Anlagen zueinander lässt die Archäologen vermuten, dass diese Gegend eine bedeutende Rolle in der Bronzezeit gespielt hat. So glaubt Brian Ayers, der Chefarchäologe von Norfolk County, dass es sich bei dem zweiten Kreis um ein Hügelgrab handelt, wie es viele Tausende in Großbritannien gibt.
Bislang wurde nur die Position der Hölzer bestimmt, die nach Aussage des Archäologen sicher alt sind. Einen Plan diese, wie zuvor Seahenge Nummer 1, auszugraben, gebe es nicht. Von der Struktur ist nur wenig zu sehen, da das meiste noch von Sand verdeckt bleibt, doch mittlerweile scheint den Wissenschaftlern klar, dass das Meer vor Holme eine bedeutende bronzezeitliche Landschaft freigibt. Auf dem Strand nebenan steht ein ganzer versteinerter Wald und in der Blackwater Mündung in Essex gibt es viele Hunderte bronzezeitlicher Pfosten, so Ayers.
Birgit Stöcklhuber





